Seit der Rechtschreibreform werden nicht etwa weniger Fehler beim Schreiben gemacht als vorher, sondern mehr. Das liegt nicht nur daran, dass auch Lehrer und Eltern erst umlernen mussten, um ihren Kindern weiterhin wirkungsvoll im Unterricht und bei den Hausaufgaben helfen zu können. Während die neuen Schreibweisen von oft verwendeten Wörtern relativ schnell bei der Mehrheit der Schreibenden angekommen waren, stellen weniger gebräuchliche neue Formen nach wie vor eine Fehlerquelle dar, aus der sich selbst Profis wie Journalisten oder Autoren großzügig bedienen. Das Internet als ständig wachsender Textpool fördert durch seinen anarchischen Aufbau und die Direktheit der Kommunikation in Chatrooms, Foren oder per Email zudem einen nachlässigen Umgang mit Sprache, Grammatik und Rechtschreibung.
So liest man immer wieder von Menschen, die zur Bekanntmachung ihrer Websites die
Suchmaschinen optimieren. Als ambitionierter Laie kann man sich fragen, was da wohl an den Suchmaschinen manipuliert und verbessert wird, so dass sie bestimmte Seiten favorisieren. In Wirklichkeit handelt es sich um eine schlampige Formulierung, denn es werden nicht die Suchmaschinen optimiert, sondern die Webseiten. Je hochwertiger Texte und Grafiken einer Website sind, desto relevanter wird diese für die Suchmaschine, die zur Bewertung der Qualität von Internetpräsenzen auf verschiedene Richtlinien und Erkennungsmöglichkeiten zurückgreift. Dabei werden sowohl Inhalt als auch Form der Seiten berücksichtigt. Die Seite muss außerdem so aufgebaut sein, dass die Suchmaschine ihre Filter und Fühler auch zur Anwendung bringen kann. Was nicht verstanden oder erkannt wird, kann weder zugeordnet noch bewertet werden. So haben bei jeder gelungenen Suchmaschinenoptimierung Service und Fachkenntnis verschiedener Experten zusammengespielt, um eine Seite dauerhaft bekannt und erfolgreich zu machen: Experten für Internet und Webgestaltung, solche für Werbung, Grafik und Marketing und eben auch Spezialisten für Rechtschreibung und Grammatik.