Bei dem Begriff „Versicherungen“ haben die meisten Menschen sofort ein Bild im Kopf, und zwar das vom Versicherungsvertreter, der mit Anzug, Schlips und einem Aktenkoffer in der Hand vor der Wohnungstür steht – und bei dem man dann eine Hausratversicherung abschließt, die man doch eigentlich gar nicht haben wollte, weil er so nett war. Das mag auch vor dreißig Jahren noch so gewesen sein. Inzwischen sind Versicherungsvertreter nicht mehr Vertreter im herkömmlichen Sinn, sondern Finanzdienstleister. Es geht auch schon seit vielen Jahren nicht mehr darum, dem Kunden eine Hausratversicherung zu verkaufen. Die Zeiten haben sich gewandelt, die gesellschaftlichen Umstände haben sich gewandelt. Das soziale Netz in Deutschland, auf das sich in früheren Jahren verständlicherweise viele Menschen verlassen haben, weil man glaubte, es funktioniert, hat sich gewandelt. Die Politik erwartet inzwischen Eigenverantwortung von den Menschen, und das in hohem Maße. Dass die Einzahlungen in die Rentenversicherung nicht ausreichen, um im Alter sorgenfrei leben zu können, sollte inzwischen wirklich jedem bekannt sein. Aber nicht nur bezüglich der Rentenabsicherung wird Eigenverantwortung verlangt, sondern auch im Bereich der Krankenversicherung. Inzwischen ist durch die Krankenkassen eigentlich nur noch die Grundsicherung gegeben. Viele benötigte Hilfsmittel werden nicht mehr übernommen, überall muss zugezahlt werden. Mit den Zuzahlungen beim Zahnarzt ging es los, inzwischen müssen auch Brillen privat bezahlt werden, und das kann teuer werden. Für das Alter und die Gesundheit sollte man also ohnehin zusätzliche private Vorsorge treffen. Aber auch bezüglich der Absicherung für die Familie sind einige Versicherungen von Nöten. Wenn man bedenkt, dass ein geringer Wasserschaden durch eine tropfende Waschmaschine bereits mehrere tausend Euro kosten kann, oder dass der geliebte Hund, auch wenn er nicht groß ist und immer brav an der Leine geht, sich plötzlich losreißen und einen Unfall verursachen kann, bei dem sich die Schäden auf fünfstellige Summen belaufen können? Und was ist, wenn der Ernährer der Familie dauerhaft arbeitsunfähig wird? Versicherungen gewinnen immer mehr an Bedeutung für den Einzelnen, aber Finanzdienstleister sind sich darüber bewusst, dass es nicht um möglichst viele Versicherungen geht – sondern stattdessen um die richtigen Verträge, die den individuellen Bedürfnissen des Versicherungsnehmers angepasst sind. In einem
Weblog zu Versicherungen kann man sich im Internet zu dem Thema äußern und auch Berichte Anderer lesen.