Nach der Einführung des Gesundheitsfonds gab es große Beschwerden und Bedenken, ob ein solches System in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) funktionieren kann. Viele sehen Benachteiligungen von Krankenkassen und man geht auch noch von weiteren Insolvenzen in der Zukunft aus. Mehrere gesetzliche Krankenkassen sind bereits in der Vergangenheit pleite gegangen.
Erst vor wenigen Tagen wurde eine Bilanz gezogen. Dabei wurde der Überschuss der Krankenversicherungen errechnet. Für dieses Jahr konnten die Krankenkassen einen milliardenschweren Überschuss erwirtschaften. Damit ist der Gesundheitsfonds nun erst einmal gefüllt. Wie sich der Gesundheitsfonds und das Krankenkassensystem in der Zukunft entwicklen wird, muss man abwarten.
Jedoch wirft der Gesundheitsfonds auch einen Schatten über die gesetzlichen Krankenkassen. Erst dieses Jahr musste die City BKK Insolvenz anmelden. Dadurch mussten viele versicherte Personen zwangsweise die
GKV wechseln. Andere Krankenkassen in der Nähe haben sich vor der Aufnahme der Personen gescheut und haben sogar Geschäftsstellen geschlossen. Dabei mussten die jeweiligen Krankenkassen harte Kritiken einstecken.
Die Versicherten der City BKK waren im Durchschnitt im höheren Alter. Häufig werden dann auch mehr Kosten verursacht. Um diesen Kosten zu entgehen, wollte man diesen Personenkreis einfach nicht aufnehmen. Bei einer Insolvenz der Krankenkasse hat man als Verbraucher allerdings ein Recht darauf aufgenommen zu werden. Keine Krankenkasse kann jemanden aufgrund von Vorerkrankungen ablehnen.
Wenn man einen Wechsel der Krankenkasse bei einer Insolvenz frühzeitig verpasst, wird man automatisch bei einer anderen Krankenkasse versichert. Der Grund dafür ist, dass es in Deutschland eine Versicherungspflicht in der Krankenversicherung gibt. Jede Person muss einen Versicherungsschutz über eine Krankenversicherung haben. Sollte dies nicht der Fall sein, können hohe Strafbeiträge von der Person verlangt werden.