Menschen und
Hunde leben seit Tausenden von Jahren zusammen, bisher weitgehend ohne Probleme. Doch das hat sich geändert.
In den vergangenen Jahrzehnten haben sich das Verständnis und der Umgang mit Hunden gewandelt. Früher hatten Hunde in der Regel eine Aufgabe, waren Gebrauchshunde. Heute besteht ihre einzige Aufgabe meist darin, Hund zu sein und auf dem Sofa zu liegen. Diese permanente Unterforderung beschert dem Hund Stress, der sich später in Verhaltensproblemen äußern kann.
Schon ist ein neuer Modeberuf auf der Bildfläche erschienen: der Hundetrainer. Er erklärt uns unseren Hund. Heute werden Hunde wie Kinder in die Schule geschickt während der Halter vom Hundetrainer in die Geheimnisse der Hund-Mensch Beziehung eingeweiht wird. Im Grunde ist das nicht schlecht, denn viele Menschen wissen tatsächlich erschreckend wenig über ihren Hund.
Doch bei der Wahl eines Hundetrainers ist größte Sorgfalt geboten. Der Begriff Hundetrainer bezeichnet keine anerkannte Ausbildung und jeder, der sich berufen fühlt, darf sich Hundetrainer, Tierpsychologe oder ähnlich nennen. Im ungünstigsten Fall steckt nur guter Wille, Selbstüberschätzung und ein oberflächlicher Fernkurs dahinter. Dabei ist im Hundetraining Erfahrung die wichtigste Ressource, über die man verfügen muss. Eine fundierte, praxisorientierte Ausbildung ist unabdingbar. Fehlt die, kann das Training enormen Schaden anrichten.
Gute Hundetrainer arbeiten mit Methoden, die der Natur des Hundes entsprechen. Das heißt ohne Zwang aber mit
positiver Verstärkung und Motivation.
Besser noch: Vermeiden Sie die Entstehung von Problemverhalten, indem Sie für Ihren Hund die
richtigen Haltungsbedingungen schaffen. Er wird es Ihnen sicher danken.