Pferde gehören zu den Lauftieren, zu den Fluchttieren und zu den Herdentieren. Aus diesem Grund hat die Natur den Pferdekörper im Laufe der Evolution immer weiter an die besonderen Erfordernisse angepasst und mit vielen Besonderheiten ausgestattet.
Das
Pferd verfügt über ausgezeichnete Sinne. Seine Ohren sind äußerst beweglich und erlauben dem Pferd Geräusche aus allen Richtungen wahrzunehmen. Dabei kann das Pferd die Ohren auch unabhängig von einander einsetzen. Die Augen des Pferdes sind seitlich am Kopf. Aus diesem Grund kann das Pferd fast vollständig um sich herum sehen und Gefahren schon von weitem erkennen. Die Nasenlöcher bzw. Nüstern des Pferdes sind sehr groß, damit genügend Sauerstoff während einer Fluchtsituation von der großen Pferdelunge aufgenommen werden kann. Auch der Geruchssinn des Pferdes ist hervorragend ausgebildet.
Die meisten Pferde weisen auch heute noch ausgeprägtes Langhaar auf. Die lange Mähne schützt das Pferd vor Witterungseinflüssen und vor lästigen Fluginsekten. Zudem bot sie den Wildpferden früher auch noch einen Schutz vor Raubtieren, da die Mähne schützend über der Drosselvene liegt. Der Schweif eignet sich ebenfalls ideal zum Vertreiben von Fluginsekten und bietet dem Pferd in dichter Ausführung außerdem einen guten Schutz vor Kälte und Feuchtigkeit.
Die Hufe des Pferdes bestehen aus hartem Horn, dass bei Pferden in menschlicher Obhut regelmäßig geschnitten werden muss, wie die Fingernägel beim Menschen. Betrachtet man den Huf von unten, so sieht man, dass dieser keineswegs platt ist, sondern in der Mitte ein Dreieck erkennbar ist. Dieses Dreieck wird als Strahl bezeichnet. Der Strahl ist vergleichbar mit dem menschlichen Fußballen. Mit Hilfe des Strahls kann das Pferd ertasten, ob der Weg hart oder weich ist. Dieser Bereich des Hufes ist empfindlich, so dass kleine Steinchen dem Pferd Schmerzen verursachen, wenn sie sich dort festsetzen.