Marmorsteinheizungen gehören zu den Teilspeicherheizungen und hier zu den Elektroheizungen mit einer hohen Wärmestrahlung. Oft wird der Ausdruck „
Marmorheizung“ synonym für „Natursteinheizung“ verwendet.
Sie setzt sich aus einer Natursteinplatte und verschiedenen elektrotechnischen Elementen zusammen. Erwärmt wird sie in den meisten Fällen durch vergossene Heizkabel, die in eingefräste Nuten integriert wurden. Da dies oft mit enormen Kosten verbunden ist, wird diese Technik zunehmend weniger genutzt. Man kann Wärme alternativ über Platinen und Heizleiterschienen, die im oder hinter dem Stein montiert wurden, erzeugen.
Funktionsweise
Im Unterschied zu Zentralheizungen oder zu manchen Stromdirektheizgeräten erwärmen Natursteinheizungen nicht in erster Linie die Luftschichten. Folgt man den Herstellerangaben, dann verwandelt der Stein die elektrische Energie in Infrarotstrahlung um. Damit ergibt sich ein Effekt ähnlich einem Kachelofen.
Aber wie kann ein elektrisch nichtleitender Stein elektrische Energie umwandeln? Vergleichbar mit der Sonne erwärmt der Stein die Wände und Gegenstände, die sich im Raum befinden. Alles, was im Strahlfeld der Platte liegt, wird oberflächlich erwärmt, sofern der Gegenstand wärmeleitfähig ist. Alles, was nicht in diesem Bereich liegt, behält die Temperatur der Umgebung. Um die Gefahr von Verbrennungen auszuschließen, bleibt die Temperatur der Stein-Oberfläche begrenzt.
Der Stein fungiert außerdem als Wärmespeicher. Doch die Kapazität ist begrenzt. Gegenüber Wasser wird die Wärme um ein Fünffaches schlechter gespeichert. Nur eine Paraffinfüllung könnte als Latentwärmespeicher eine gute Lösung darstellen.
Um sich vor einem Kabelbrand zu schützen, sollte für jeden Heizkörper eine eigene Elektroleitung und Absicherung verwendet werden. Wenn mehrere Durchlauferhitzer installiert sind, muss zusätzlich ein Lastabwurfschalter eingebaut werden, damit der Hausanschluss nicht überlastet wird.
Vorteile?
Die Hersteller solcher Heizungen werben damit, dass diese zusätzlich „enormes Einsparpotenzial“ mit sich brächten, da die Wärme in der Materie erhalten bliebe. Damit dient die Wärme nicht zum Heizen. Luftbewegungen im Raum sollen verringert und Wände trockengelegt werden, was der Gesundheit zuträglich sei, so die Hersteller. Doch sind dabei niedrige Raumtemperaturen nötig. Auch herkömmliche Heizungen könnten denselben Effekt erzielen und dabei ließen sich ebenso die Heizkosten deutlich senken.