Polyvinylchlorid oder abgekürzt PVC ist nicht erst seit kurzem ein fester Begriff in vielen Bereichen von Handwerk, Industrie, Freizeit und Technik. Die guten alten Schallplatten, die ja auch von vielen gern Vinyls genannt wurden und werden, bestehen seit den späten Vierziger Jahren des letzten Jahrhunderts aus Polyvinylchlorid. Aber das ist nur ein verhältnismäßig kleiner Bereich der PVC-Verwendung, wenn auch für Freunde alter und neuer Musik bestimmt nicht der unwichtigste. Rohre aus PVC sind vor allem unschlagbar im Kaltwasser- und Außenbereich. Hier stellen sie allein wegen der erhöhten Wetterbeständigkeit Metalle wie Kupfer, Eisen und sogar Stahl in den Schatten.
PVC-Rohre haben den Vorteil, sich aufgrund ihrer Leichtigkeit und Verarbeitungsfreundlichkeit selbst an schwierigen Stellen leicht anbringen und verlegen zu lassen. Dazu kommt der günstige Preis. Wird zum Beispiel ein Teich im Garten angelegt, müssen viele Liter Wasser gleichzeitig zum Filter und wieder zurück befördert werden, und nicht immer kann man sicherstellen, dass nicht auch einmal Schlamm oder Sand mit ins Rohr geraten. PVC besitzt eine hervorragende Abrasionsbeständigkeit, da es speziell auf den Innenseiten der Rohre besonders glatt ist, und wird daher in weit geringerem Maße durch Verschmutzungen oder Abrieb geschädigt als Metall. Auch lagern sich Fremdstoffe nicht im Rohr ab, so dass die Durchflussmenge auch nach langer Zeit noch optimal ist. Sind an einem PVC Leitungssystem einmal Wartungen notwendig oder soll es erweitert werden, lassen sich die Systeme einfach öffnen und verändern. Zum Verbinden braucht man keine Lötflamme, sondern klebt, steckt oder schraubt die Rohre und Fittings aneinander. Klemm- oder Klebeverbindungen lassen sich sehr viel problemloser wieder öffnen als Lötstellen.