... so kann er was erzählen, heißt es in einem Gedicht. Dieser Spruch gilt insbesondere für eine Reise in ein abenteuerliches, buntes, Land mit temperamentvollen Bewohnern – in ein Land, das die Schätze einer uralten Kultur birgt. Diese beiden Extreme kann man auf
Reisen nach Brasilien kennenlernen. Hier sieht man zum einen die Probleme der heutigen Zeit, die sich in den Städten und Vororten zeigen, während weiter im Landesinneren die Spuren alter Indio-Stämme zu finden sind. Der Urlauber kann an einem Tag an den endlos langen, feinsandigen, weißen Stränden liegen und die Schönheiten der Copacabana bewundern und sich am nächsten Tag ins Getümmel des Karnevals von Rio de Janeiro stürzen.
Wenn die zurückkehrenden Urlauber aus Südamerika Reiseberichte erzählen, bekommt man automatisch Fernweh nach diesem Land. Die Musik des Sambas kommt einem in den Sinn, die schillernden Kostüme des Karnevals, und man stellt sich ausgelassene Feste vor, die bis in die Morgenstunden andauern. Auf der anderen Seite hat man aber auch die Möglichkeit, eine abenteuerliche Tour durch das dschungelähnliche Land zu machen, zum Beispiel im Regenwaldgebiet der Amazonas-Ebene. Dies ist ein großer Kontrast zu dem pulsierenden Leben in den Großstädten wie Rio de Janeiro oder Sao Paulo, wo teilweise auch viel menschliches Elend zu sehen ist. Ein Großteil der Einwohner haust in ständig anwachsenden Baracken am Stadtrand. Die Kriminalität ist sehr hoch; aber auch die Lust und Freude am Leben ist nicht zu übersehen. Es scheint, als ob in Brasilien alles auf die Spitze getrieben wird: einerseits die Natur mit ihrer Urkraft, mit ihren grünen Regenwäldern, gefährlichen Tieren und den letzten Stämmen der Eingeborenen – andererseits das moderne Leben voller Hoffnung und Enttäuschungen, Lebenslust aber auch Todesgefahr.