Dass die Insel Usedom, ganz im Nordosten Mecklenburgs gelegen, als eines der beliebtesten deutschen Urlaubsgebiete gilt, liegt nicht nur an der besonderen Natur, an den Seebädern und den vielen Möglichkeiten, für ein paar Tage dort entspannt seinen Urlaub verleben zu können. Usedom mit seinen drei Kaiserbädern Albeck, Bansin und Heringsdorf galt schon vor 100 Jahren als erste Adresse für den Kaiser und den Rest der Berliner Wohlstandsgesellschaft: Denn problemlos und ohne lange Reisen konnten sie dort für das Wochenende absteigen. Und so erwarb sich Usedom schon bald den berechtigten Ruf, das „Wohnzimmer“ der Berliner zu sein.
Heute müssen die Berliner nicht mehr mit Eisenbahn oder Automobil nach Usedom reisen. Immer mehr nutzen die Gelegenheit, aus der Hauptstadt
radfahrend nach Usedom aufzubrechen und so Fitness und Entspannung pur ganz bewusst miteinander zu verbinden. Auf insgesamt 215 Kilometern, die auf dem kürzesten Weg zwischen Berlin und Usedom zurückzulegen sind, erwarten Fahrradtouristen manche Abenteuer, angenehme Begegnungen und eindrucksvolle Natur. An Werbellinsee und Schorfheide vorbei, den Ober- und Unteruckersee hinter sich lassend, über Prenzlau, Pasewalk und Uckermünde geht es immer weiter in Richtung Norden. Schließlich begrüßt Burgewitz die Gäste, bevor als erster größerer Ort auf der Insel die Stadt Usedom einlädt. Von dort aus können Gäste ganz individuell entscheiden, ob sie nach Ahlbeck oder bis an die polnische Grenze radeln möchten. Doch egal, wohin sie der Weg führt: Die Insel belohnt sie mit unglaublich beeindruckender Landschaft, einer in besonderer Weise geschützten Natur und der Möglichkeit, in vielen Pensionen oder Hotels, Gasthäusern oder Ferienwohnungen abzusteigen.
Der Weg zwischen Berlin und der Insel ist speziell für Radfahrer konzipiert und deshalb sehr gut ausgebaut. Lediglich bei Prenzlau ist es etwas hügelig, aber die Herausforderungen erstrecken sich jeweils nur über wenige Meter.