OLED-Displays im Einsatz: die Abkürzung steht für „organic light-emitting diode“ und
beschreibt vereinfacht gesagt ein Bauteil aus einer selbst leuchtenden Anordnung halbleitender
Schichten, ähnlich wie bei einer klassischen LED, allerdings bestehen die einzelnen Schichten aus
organischen Substanzen.
Erste wissenschaftliche Berichte über die Elektrolumineszenz in organischen Materialien datieren aus dem Jahr 1953.
Die Geschichte des Elektrolumineszenz- (EL-) Displays begann aber erst 1987, als Kodak und kurz darauf Pioneer sich entschlossen, in diese Zukunftstechnologie zu investieren. Richtig in Schwung kam die Entwicklung, nachdem 1990 entdeckt wurde, dass sich konjugierte Polymere wie Poly(p-phenylenvinylen) für den Einsatz in organischen Leuchtdioden eignen.
Der Stromverbrauch ist bei einer OLED im Vergleich zu LCD deutlich geringer: es wird keine back
light unit benötigt und es leuchten nur die Pixel, die gerade gebraucht werden, während bei einer LCD
im Betrieb immer die komplette BLU leuchtet und somit Strom verbraucht. Ein weiterer Vorteil der
OLED-Technologie: der Wegfall der starren und Platz einnehmenden BLU erlaubt die Realisierung
leichterer und dünnerer Designs. Aus Sicht der User darüber hinaus wichtig: der Betrachtungswinkel
ist sehr viel größer und die Farben sind intensiver und brillanter. OLEDs sollen prinzipiell genauso
preiswert oder sogar preiswerter als LCD hergestellt werden können. Heute sind LCD aber noch
deutlich günstiger in der Produktion. Allerdings gilt hier zu beachten, dass man eine sehr hoch
entwickelte Technologie, LCD, mit einer noch „in den Kinderschuhen“ steckenden Technologie,
OLED, vergleicht. Die Marktprognosen sagen OLED auf jeden Fall eine viel versprechende Zukunft
voraus.
Neben allen gezeigten Vorteilen beinhaltet die
OLED--Technologie für die Entwickler einige
Herausforderungen: Die organischen Substanzen reagieren sehr empfindlich auf Feuchtigkeit und
Sauerstoff. Dies liegt daran, dass sowohl die leuchtenden Polymere als auch das Kathodenmaterial -
in vielen Fällen Kalzium - dadurch angegriffen und zerstört werden. Aus diesem Grund muss das
Bauteil vollständig und dauerhaft vor Sauerstoff und Feuchtigkeit geschützt werden.
In der Regel wird dies dadurch erreicht, dass die OLED zwischen zwei Glasplatten verkapselt wird, d.
h. die OLED-Schichtstruktur wird auf einem Glassubstrat hergestellt und auf dieses Substrat wird mit
Hilfe eines Klebstoffes, der am Rand entlang der OLED-Struktur aufgebracht wird, ein Deckglas
geklebt. Durch das Glas tritt weder Sauerstoff noch Feuchtigkeit, sodass als einzig möglicher Weg für
eindringenden Sauerstoff oder Feuchtigkeit der Weg durch den Klebstoff bleibt. Die Entwicklung
geeigneter Klebstoffe mit extrem niedriger Permeation für Sauerstoff und Feuchtigkeit ist daher eine
unabdingbare Voraussetzung für die Realisierung von OLEDs mit ausreichender Lebensdauer.
Es gibt aber auch noch andere neue interessante Flat-TV Technologien wie
Laser-TV, SED-TV, FED-TV-