Das Heizen mit
Erdwärme ist sowohl ökologisch als auch ökonomisch sinnvoll. Zudem entstehen im Gegensatz zu Erdöl- und Erdgasheizungen keine Abhängigkeiten vom Ausland.
Rein theoretisch könnte man sogar mit der Energie, die in den obersten drei Kilometern der Erdoberfläche gespeichert ist, den weltweiten Energiebedarf über 100.000 Jahre lang decken. In der Praxis ist dies aber natürlich nicht möglich, da nur ein Bruchteil der vorhandenen Enregie auch technisch genutzt werden kann.
In Österreich erreichte der Bau der Erdwärmepumpen einen Boom in den Jahren 1986 und 1987, damals wurden jährlich über 13.000 Anlagen errichtet. Um die Jahrtausendwende war die Zahl auf einen Tiefstand von unter 5000 installierten Pumpen gesunken, im vergangenen Jahrzehnt stieg die Zahl aber wieder stark an.
Innerhalb der verschiedenen Wärmepumpenheizung hat die erdgekoppelte Wärmepumpe einen Anteil von rund 40 Prozent und wird damit am häufigsten verwirklicht.
In Sachen Enregieeffizienz schneiden die Erdreich-Wärmepumpen nämlich am besten ab. Sie erreichen eine Erzeuger-Jahresarbeitszahl (JAZ) von 3,4. Die aussagekräftigere System-JAZ, die verschiedene Verluste mit berücksichtigt, beträgt hier 3,1.
Dahinter folgen die Grundwasser-Wärmepumpen mit einer durchschnittlichen Erzeuger-JAZ von 3,2 und einer System-JAZ von 2,9. Die Luft-Wasser-Wärmepumpen bieten aber diverse Vorteile. Zu den ohnehin schon geringeren Investitionskosten kommen auch noch staatliche Zuschüsse und ein begünstigter Wärmepumpen-Strompreis hinzu.
Am schlechtesten schneiden die Luft-Wärmepumpen ab, denn hier beträgt die Erzeuger-JAZ etwa 2,8 und die System-JAZ im Mittel sogar nur 2,4.