Schon seit einiger Zeit kann man es in fast jedem noch so kleinen Supermarkt hautnah erleben: Bioware ist längst nichts Exotisches mehr, das man lange suchen, für das man weite Wege in Kauf nehmen und das man besonders teuer bezahlen muss. Zu erstaunlich günstigen Preisen werden die Zitronen aus garantiert biologischem Anbau neben denen ohne diesen Hinweis angeboten, und wer auch gern mal die Schale verwendet, freut sich darüber und greift für ein paar Cent gern zur Biozitrone. Aber nicht der immer kleiner werdende Preisunterschied kann den anhaltenden Trend zu
Bio Produkten erklären, sondern es verhält sich umgekehrt: Durch das andauernde und steigende Interesse der Verbraucher an den Produkten aus fairem Handel, aus ökologischem Anbau oder aus energiesparender Herstellung sehen sich die Hersteller ebenfalls in weiten Teilen zum Umdenken verpflichtet.
Wer gute Bio Produkte zu einem erschwinglichen Preis zum Verkauf bieten kann, punktet bei seinen Kunden. Es darf nicht am Geldbeutel liegen, ob eine Mutter beispielsweise Biogemüse und Obst aus kontrolliertem Anbau für ihre Kinder kaufen kann oder nicht, und tatsächlich ist gesunde Bioware vielfach so günstig, dass man auch bei geringem Einkommen darauf nicht verzichten muss. Sich ausschließlich von Bioprodukten zu ernähren, sich nur darin zu kleiden und das ganze Leben darauf auszurichten: So weit geht sowieso kaum jemand. Die meisten haben bestimmte Bereiche, in denen sie mehr darauf achten, wo die Ware herkommt, und andere, bei denen sie es nicht so genau nehmen. Essen und Kleidung, das sind die Dauerbrenner im ökologischen Bewusstsein und tatsächlich auch Punkte, bei denen das Bio im Namen einen riesigen Unterschied machen kann.