Gerne werden zur äußeren Beschreibung von Kleidungsstücken nicht nur Farbe und Form, sondern auch die Muster des Stoffes herangezogen. Die Begriffe Pepita und Hahnentritt werden dabei häufig als Synonyme verwendet. Pepita, dass sehe eben aus, wie die Fußabtritte eines Hahns. Ist das schon die Erklärung? Lesen Sie mehr.
Äußerungen wie diese finden sich zum Beispiel in Beschreibungen über Berufsbekleidung für die Gastronomie. Zur Arbeitskleidung der Köche zählt explizit eben die Kochhose und ihr typisches Muster: Pepita bzw. Hahnentritt. Das ist heutzutage insofern bemerkenswert, da Recherchen zum Pepitamuster vielfach zur eleganten Damenbekleidung der 50-iger Jahre führen und nicht auf die Berufskleidung dieser Zeit verweisen. Daher lohnt sich ein Blick auf die Entstehung dieses Musters: Unklar ist, ob das Textildesign von der spanischen Tänzerin und Künstlerin Pepita de Oliva (1830 – 1871) erfunden wurde oder ob sie ihm lediglich ihren Namen gab. Pepita bzw. Pepa heißt Olivenkern und ist eine Verkleinerung von Josefina, dem eigentlichen Namen der Tänzerin. Ob das Muster, das ja aus markanten kleinen Karos besteht, von ihr erfunden wurde, ist ungewiss. Die Karos sind deshalb markant, weil sie diagonal miteinander verbunden sind. Möglicherweise könnte die Tänzerin bzw. ihr Kosename an der Namensgebung beteiligt gewesen sein. Klar ist aber, dass Pepita und Hahnentritt zwei unterschiedliche Stoffmuster sind. Das kann jeder selbst nachprüfen. Pepita hat wie gesagt diagonale Verbindungen zwischen den Karos, bei Hahnentritt verlaufen diese Verbindungen senkrecht bzw. im rechten Winkel zueinander. Gerade die Karos auf Kochhosen sind ja auch sehr klein. Ob sie nun diagonal oder senkrecht sind, ist dem Koch wahrscheinlich egal. Ferner möchte sich niemand bei der Beschreibung von Arbeitsbekleidung die Augen verderben. Daher enthält sich der Fachhandel für
Berufskleidung dieser Diskussion und hat alternativ auch unifarbene Kochhosen bereit.
Autor: Sigrid Wostbrock
E-Mail: office2@2webshop.de