Diese Art der
Uhren ist verantwortlich für das Ein- oder Ausschalten von elektrischem Strom und daran angeschlossenen Betriebsmitteln in Form der Zeitsteuerung. Mit Pendel- oder Unruh-Zeitbasis wurden ursprünglich Räderuhren als Schaltuhren ausgeführt. Der Wecker oder die Kirchturmuhr waren die bekanntesten dieser Art von Uhren. Sie lösten zu der eingestellten Zeit einen Klingemechanismus aus bzw. einen Glockenschlag.
Die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aufkommenden Synchronuhren besaßen oftmals Schaltkontakte.
Als Zwischenstecker werden für den Hausgebrauch die elektromechanischen Zeitschaltuhren ausgeführt, welche über eine geschaltete Steckdose verfügen. Angetrieben werden sie mittels eines Synchronmotors, gesteuert dann wie eine von der Netzfrequenz gesteuerte Synchronuhr. Zu welchem Zeitpunkt ein- und ausgeschaltet wird, kann über Codierschieber festgelegt werden. Bei Stromausfall bleiben Synchronuhren stehen. Erhältlich sind mittlerweile funkgesteuerte Varianten so wie auch quarzgesteuerte, welche beide batteriegestützt sind und elektronisch.
So genannte Wochenschaltuhren sind die meisten dieser Uhren. Sie erlauben eine Schaltzeitprogrammierung an einem bestimmten Wochentag. Angeboten werden auch Jahresschaltuhren, diese schalten zu einem bestimmten Datum. Die Jahresschaltuhren sind immer auch mit der Funktion der Wochenschaltuhr ausgestattet. Unabhängig vom Datum ermöglichen sie so auch die Schaltung an einem bestimmten Wochentag. Vom Stromnetz werden auch die Zeitschaltuhren in Schaltanlagen oder auch Steuerungen gespeist. Früher arbeiteten diese mechanisch mit einer Gangreserve von einigen Tagen. Danach wurde dazu ein Quarz-Uhrwerk verwendet, das mit einem Schrittmotor ausgestattet war und ein Räderwerk antrieb. Ein so genannter Puffer-Akkumulator war für diese Uhren notwendig, damit diese bei einem Stromausfall weiterlaufen konnten.
Elektronische Uhren werden dazu meist heute verwendet, entweder quarzgesteuert oder auch funkgesteuert und haben meist am Schalter ein Relais. Digitale Zeitschaltuhren können nicht nur Zeitpunkte, die vorgewählt wurden, ein- und ausschalten, sondern auch pseudo-zufällig schalten, wie zum Beispiel das Licht am Abend. Weiterhin ermitteln die Zeitschaltuhren auch die Sommer - und die Winterzeit, da sie sich mittels der DCF77 einem Zeitzeichensender synchronisieren. Sie können aber auch Schaltzeitpunkte wie den Sonnenauf- und Untergang bestimmen.