Der Berliner Gas- und Wasserversorger GASAG möchte junge Künstler finanziell unterstützen und dabei noch der Stadt Berlin die Kunst präsentieren. Als Idee gelten 10 weitere Gedenktafeln aus Porzellan. Auf diesen Tafeln sollen wichtige Persönlichkeiten verewigt werden. Auch der Gedanke, welche herausragenden Menschen uns damit vor Augen geführt werden sollen, steht fest.
Es sind Menschen, die zu ihren Lebzeiten und auch jetzt noch eine ganz besondere persönliche Beziehung zu Berlin haben: Ludwig Marcuse, Lina Morgenstern, Max Reinhardt, Adelbert von Chamisso, Adolf von Harnack, Carl von Ossietzky, Marlene Dietrich, Wilhelm Foerster, Walter Gropius und Albert Einstein.
Bereits seit 1987 schmücken ganz Berlin solche Gedenktafeln mit Persönlichkeiten. Anlässlich der 750-Jahr-Feier in Berlin durften aufstrebende Künstler ihr Talent an den Tafeln zeigen. Mittlerweile sind in den letzten 20 Jahren insgesamt 350 solcher Kunstobjekte in Berlin zu sehen. Solch ein Projekt kann aber nur weitergeführt werden, wenn viele Berliner ihre Zustimmung abgeben, dass diese Tafeln aus
Porzellan an ihren Hauswänden verewigt werden dürfen. Hierbei werden nicht nur öffentliche Gebäude und Firmen angesprochen, sondern auch der Privathaushalt. Für die Erhaltung und Pflege kommt dann die „Historische Kommission zu Berlin“ auf.
Nur bedingt hat der Künstler freie Wahl bei der Gestaltung. Pflicht ist weißes Porzellan und beschriftet werden darf es nur mit blauer Farbe.
Ansonsten darf es schon Besonderheiten oder ein typisches Merkmal des zu Ehrenden geben. Die Gedenktafel z.B. für die polnischen Zwangsarbeiter ist in deutscher und polnischer Sprache beschriftet. Der Komponist Walter Jurmann hat die ersten Noten seiner Komposition „Veronika, der Lenz ist da“ auf seiner Tafel.
Eine wunderbare künstlerische Idee, die Berlin wieder mal zu einer Reise wert macht!