Singles setzen sich aus den unterschiedlichen Bevölkerungsschichten zusammen. Es lässt sich keine klare soziodemografische Gemeinsamkeit feststellen, es handelt sich also bei Singles nicht um eine homogene Menge von mehr oder minder gleichen Menschen. Sie alle haben unterschiedliche Lebensläufe, unterschiedliche Berufe, gehen ganz verschiedenen Tätigkeiten nach und ähneln sich weder in Alter noch in Aussehen oder den Vorlieben. Und doch verbindet sie da eine kleine Gemeinsamkeit, und die verbindet sie so stark, dass sie sich – obwohl einander häufig gänzlich unbekannt – zum Beispiel auf einem
Singletreff versammeln und gemeinsam Musik hören und machen, tanzen und reden.
Diese Gemeinsamkeit ist die leichte Unruhe im Dasein eines Singles. Er oder sie möchte gerne nicht mehr allein sein. Die Partnersuche ist weniger eine konkretes Fahnden nach bestimmten Personen als viel mehr eine Art Gemütszustand, in der man sich besonders zu geselligen Anlässen hingezogen fühlt und gerne Zeit in Gemeinschaft mit anderen verbringt. Es ist eine Zeit in der man angespannt darauf wartet, sich verlieben zu können, in der das Sich-Verlieben sozusagen jederzeit erwogen wird und das schafft selbstredend einen äußerst sensitiven Zustand. Man könnte auch sagen Singles verbindet eine besondere Empfindlichkeit. Ob nun jemand seinen Partner erst kürzlich verlassen oder verloren hat, oder ob man schon lange Zeit alleine lebt – solche Dinge spielen bei einem Singletreff keine große Rolle. Es geht schlicht und ergreifend darum, in angenehmer und ungezwungener Atmosphäre neue Kontakte zu knüpfen. Die eigene Erwartungshaltung bestimmt am Ende jeder ganz für sich selbst. Ob man nun ernsthaft einen Partner sucht oder doch nur Zerstreuung, weiß man selbst am besten.