Die Malerei ist neben der Bildhauerei, also der Schaffung von
Skulpturen, einer der ältesten Bereiche der Bildenden Kunst. Als Malerei wird klassischen Sinne das Anbringen von Farbe mittels Pinsel oder Spachtel auf eine Leinwand bezeichnet.
Die Geschichte der Malerei begann in urzeitlichen Höhlen mit ersten Wandmalereien. Dabei wurden vorwiegend Tiermotive abgebildet. Höchste Blüte im Altertum erlangte die Malerei im alten Ägypten, wo kunstvolle Bilder in Grabkapellen, auf Särgen und auf Totenbüchern angefertigt wurden. Aber auch in Vorderasien wurden ständig neue Techniken zur Vervollkommnung entwickelt.
Im Laufe der Jahre und Jahrhunderte wurden die verschiedensten Untergründe zum Malen verwendet – so fand nach dem Felsen der Höhlenmalereien zunächst Holz Verwendung. Erst viele später wurden die Leinwand oder das Papier genutzt.
Durch die Erfindung neuer Materialien und Werkzeuge haben sich in der heutigen aus der klassischen Malerei unglaublich viele Techniken und Untergattungen entwickelt. So entstehen mit der Sprühdose kleine Kunstwerke auf Hauswänden und eintönigen Mauern, mit Kompressor und der Airbrush-Pistole werden kunstvolle Grafiken gefertigt oder es werden Fliesen vor dem Brennen mit kunstvollen Bildern verziert.
Bei dieser Vielfalt ist es schwierig, den Überblick über Gattungen, Werkzeuge, Materialien und Motive zu behalten, daher erfolgt meist eine Spezialisierung der Künstler.
Als Meilensteine und Wendepunkte in der Geschichte der Malerei müssen Maler wie Dürer, van Eyck und Rembrandt genannt werden, die mit individuellen Stilen diese Kunst besonders prägten. Die in der heutigsten Zeit wohl berühmtesten Werke sind sicherlich die Deckenmalereien in der Sixtinischen Kapelle und die Mona Lisa. Diese erhalten gebliebenen Zeitzeugnisse vermitteln dem Betrachter den Einblick in eine andere Ära, in der die Kunst noch eine wichtige Rolle im Leben der Menschen spielte.