Wer gerne beim Bau eines Hauses zusieht und vor Rohbauten und Baustellen auch einmal etwas länger als nötig stehen bleibt, wird vielleicht bemerkt haben, dass in den letzten Jahren viele Fertighäuser gebaut worden sind. Familien, die schnell und günstig zum eigenen Heim kommen wollten, haben diese Methode in jüngerer Zeit favorisiert, da die Fertigbauweise auch zugegebenermaßen viel besser geworden ist. Das Vorurteil, dass Fertighäuser so schnell im Wert verfallen, wie sie errichtet werden können, stimmt also nicht mehr. Trotzdem bevorzugen jetzt wieder viele Bauherren das
Massivhaus, wenn sie sich ihren Traum von den eigenen vier Wänden verwirklichen wollen.
Im Gegensatz zu Leicht- und Holzhäusern stehen Massivhäuser auch nach Jahren meist noch unvermindert im Wert. Die stabilen, aus umweltgerechten und hervorragend isolierenden Materialien wie Stahl, Beton oder Mauerwerk errichteten Wände tragen die Konstruktion und bieten trotzdem eine hohe Flexibilität, wenn man später doch einmal um-, aus- oder anbauen möchte. Problematisch wird es lediglich, wenn man eine tragende Wand nicht mehr haben möchte. In diesem Fall sollte man sich unbedingt mit einem Statiker oder Architekten absprechen, um die Stabilität der Immobilie nicht zu gefährden. Wer im Nachhinein mehr Wände braucht, um seine Räume anders abzuteilen oder zu gestalten, kann auch auf verschiebbare Raumteiler wie Paravents zurückgreifen, um den Effekt zu prüfen und sich ganz sicher zu werden, ob er diese Wand oder diese Raumaufteilung für viele Jahre behalten möchte. Steht die provisorische Wand erst einmal ein paar Monate und hat sich bewährt, kann man immer noch zu Kelle und Mörtel greifen und sie fest einziehen.