Darüber, wie der Mensch am besten Neues lernt, sind schon viele Bücher geschrieben worden. Einig sind sich die Experten darin, dass die Grundlage für die generelle Freude am Lernen und Entdecken in der Kindheit gelegt wird. Erfährt ein Kind in seinem täglichen Leben und seinem nächsten Umfeld durch Beobachtung und Nachmachen, dass es Freude macht, sich mit der Welt um sich herum, mit Menschen und Gegenständen zu beschäftigen, so bleibt diese Erkenntnis für das ganze Leben bestehen. Die angeborene Lust am Spiel ist ein großer Anreiz für Kinder, Gegenstände in die Hand zu nehmen und auszuprobieren, was man damit alles machen kann.
Bei den Eltern liegt die Verantwortung dafür, dass die Kinder nichts in die Hand bekommen, was für sie gefährlich ist, damit sie sich bei ihrem Spiel weder verletzen noch vergiften. Wer
für die Kinder nur Holzspielzeug kauft, kann viele Risiken von vornherein ausschließen. Beim Kauf muss man darauf achten, dass das Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt und nur mit gesundheitlich unbedenklichen Farben, Ölen oder Lacken behandelt wurde. Kinder strapazieren ihre Spielzeuge nämlich ganz ordentlich. Sie werfen sie durchs Zimmer, schlagen mit dem einen auf ein anderes, kauen darauf herum oder lutschen daran. Auch ältere Kinder profitieren vom Spiel. Schon vor dem Schulalter können sie einfache Gesellschaftsspiele und Knobelspiele spielen und trainieren damit nicht nur ihr logisches, bildliches und abstraktes Vorstellungsvermögen, sondern auch ihre sozialen Fähigkeiten. Beim Spiel mit anderen lernen sie, dass man auch einmal verlieren können muss, ohne gleich einen Wutanfall zu bekommen oder traurig zu sein. Sie lernen, welche Strategien bei welchem Spiel zum Sieg führen und wie verschieden die Menschen auch am Spieltisch sind.