Die älteren unter uns mögen sich noch erinnern: Es gab einmal eine Zeit, da stand hinter jedem Computerspiel auch tatsächlich eine neue Spieleidee. Für so manchen Gamer der neuen Generation bedeuten Computerspiele stets das Durchrennen einer Fantasywelt voller Monster und die einzige Aufgabe des Spielers besteht darin, jedes Monster einmal anzuklicken und abzuwarten, bis der eigene Held dasselbe vernichtet hat. Der Gipfel der persönlichen Einflussnahme in das Spiel besteht darin zu entscheiden, wann man zusätzlich noch einen Heiltrank oder einen Manatrank anklickt, damit das monotone spielerische Einlerlei ohne Unterbrechung weiter gehen kann.
Auch in der Frühzeit der Computerspiele galt es schon, sich bösartigen Monstern zu stellen. Doch neue Spiele waren damals nicht nur Seriennummern in der Chronolgie einer Fortsetzung, sondern jeweils ein völlig neues Spielprinzip, dem es sich zu stellen galt. Die gilt auch für den guten alten
Pacman. Das Erscheinungsbild dieses „Helden“ war sehr schlicht und damit auch für die schwächeren Computersysteme grafisch stets gut umsetzbar. Pacman war ein gelber Kreis mit einem großen Mund. Die wichtigste Nahrungsquelle für dieses überproportionale Fressorgan waren schliche Punkte, die in einem Labyrinth angeordnet waren. In diesem Irrgarten gingen auch verschiedene Monster (völlig sinnloss) ihren Wegen nach. Diese galten sowohl als Täter, wie auch als Opfer. Denn nur wenn sich Pacman einen der besonders großen Special-Punkte als Gaumenfreuden gönnen konnte, wurden auch die Monster fressbar. Man konnte sich auf diesem Wege besonders schwierigen Situationen schnell entziehen.