Perserteppiche werden zu den feinsten der Welt gezählt und diese Meinung wird von den meisten Menschen geteilt. Diese Teppiche stehen für hohe Qualität und werden immer wieder als Referenz beim Vergleich mit anderen Teppichen herangezogen.
Perserteppiche sind seit jeher beliebt und auch wenn sie oft eher klassische Muster haben, sind sie auch heute noch modern. Die Nachfrage wächst stetig, aber leider geht die Produktion immer mehr zurück. Dies liegt vor allem daran, dass sich die derzeitige Generation neuen Beschäftigungsfeldern zuwendet. Aber trotz allem spielt die Teppichherstellung eine sehr wichtige Rolle in der Geschichte und der Wirtschaft des Iran. Sie ist immer noch eine wichtige Einkommensquelle für viele iranische Familien und prägt das Bild des iranischen Lebens. Es gibt zum Beispiel viele Webereien, Teppichreinigungen, Teppichgeschäfte oder -verkaufsstände in den Städten. In ländlichen Gegenden sieht man oft Webstühle vor den Häuser, welche vorwiegend von Frauen benutzt werden, die sich nicht nur um den Haushalt und die Kinder kümmern, sondern auch zum Lebensunterhalt der Familie beitragen, indem Sie Teppiche knüpfen. Perserteppiche und andere
Orientteppiche werden oft nach den Städten oder Regionen benannt, in denen sie hergestellt werden. Bekannte Beispiele dafür sind z.B. Hamadan, Mashad, Kerman, Shiraz und Bidjar. Teilweise bekommen die Teppiche ihren Namen auch nach dem Nomadenstamm, von dem sie geknüpft werden wie z.B. die Ghashghai Teppiche.
Der älteste bekannte Teppich ist der Pazyryk-Teppich, der im Jahr 1947 in Sibirien gefunden wurde. Es wird angenommen, dass er etwa 400 Jahre vor Christus in Persien geknüpft wurde. Der Teppich ist glücklicherweise sehr gut erhalten, was wir der Tatsache verdanken, dass er in einem Eisblock eingefroren war. Er misst 183×200 cm und hat eine Knüpfdichte von etwa 360 000 Knoten/m2. Dieses Kunstwerk, welches ein wundervolles Beispiel für die lange persische Tradition des Teppichknüpfens ist und uns das Talent sowie die künstlerische Ausdrucksfähigkeit der frühen persischen Kultur vor Augen führt, ist derzeit in St. Petersburg ausgestellt.