Für uns Menschen ist die ständige Verfügbarkeit von Licht mittlerweile eine große Selbstverständlichkeit. Mit einem Klick am Lichtschalter werden Räume wie auch Plätze draußen hell erleuchtet .Das war nicht immer so, das Zeitalter der Elektrifizierung beginnt erst Ende des 19. Jahrhunderts. Vor dieser Zeit konnten die Menschen nur mehr oder weniger natürliche Lichtquellen nutzen. Am Anfang war natürlich die Sonne. Danach richtete sich auch der gesamte Tagesablauf der Menschen. War die Sonne am Abend verschwunden, dann wurde es dunkel. Ein großer Schritt ging die Menschheit dann vor ca. 300.000 Jahren, als die Verwendung und Zähmung des Feuers gelang. Das erste Mal in der Menschheitsgeschichte war es nun möglich Lichtquellen zu erstellen und diese auch gezielt einzusetzten. Damit einher ging auch die Eroberung der Höhlen und die Verwendung der Feuers und dessen Energie als Basis für die Zubereitung von Speisen. Feuer war damit als Quelle des Lichts für Jahrtausende die einzige Alternative zu den natürlichen Lichtquellen wie Sonne und Mond. Auch mit Feuer gelang es den Menschen künstliches Licht immer besser zu nutzen. So hatten die Römer schon die ersten Straßenbeleuchtungen mit Feuer installiert. Auch Leuchttürme für die Schifffahrt gab es schon. Stück für Stück wurden die „Lampen“ weiter verbessert. Was insbesondere mit der Verkleinerung des Lichtwerks einherging. Durch Behälter mit brennbarer Flüssigkeit und einem Docht war es möglich das Feuer gefahrlos und für lange Zeit in geschlossenen Räumen zu benutzen. Der nächste große Schritt gelang erst im Zeitalter der Aufklärung, als in Europa die ersten Gaslampen erfunden wurden. Der Engländer Thomas Edison erfindet im Jahre 1879 die eigentliche „Glühlampe“ bei der ein Glühfaden so stark erhitzt wird, dass er zum Leuchten angeregt wird. Der Siegeszug des elektrischen Lichts beginnt. Innerhalb einiger weniger Dekaden sind alle großen Städte mit elektrischem Licht ausgestattet. Die Nacht wird zum Tag gemacht. Das Prinzip der Glühlampen wiederum wird erst Ende des 20. Jahrhunderts weiterentwickelt. Nun werden Gase innerhalb einer Lampe zum Leuchten gebracht. Dies wird ermöglicht durch neue Werkstoffe und Technologien. Vorteile sind die wesentlich längere Lebensdauer der Lampen und der geringere Stromverbrauch, sogenannte
Energiesparlampen. Durch die neuen Techniken ist auch eine ungeahnte Vielfalt an Farben und Formen bei den Lampen entstanden. Heute wird schon kontrovers über das Phänomen „Lichtverschmutzung“ diskutiert. Damit ist die ständige Beleuchtung und der Einfluss auf die Umwelt gemeint.