Die 1000 bis 2000 Quadratmeter sind in Bahnen zu 45 cm Schnittbreite zu unterteilen und dann wird das Areal mit einem etwa 4 PS starken Briggs & Stratton rasiert. So ungefähr lauten die Vorgaben für den typischen Rasenmäher nach Geschmack des Kunden. Zumindest könnte man auf diese Einschätzung kommen, wenn man das Angebot der Hersteller sondiert.
Apropos Hersteller: Der Rasenmäher wird sehr wahrscheinlich von MTD oder einer der Firmentöchter (an vorderster Front Wolf-Garten) stammen. Unlogisch wäre allerdings die Beobachtung, dass die meisten Angebote der Serien Classic oder Silver von AL-KO angehören. Nimmt man die Angebotspaletten der Hersteller und Serien zusammen, wird es wahrscheinlich ein Wolf-Garten Power Edition.
Die Chance, dass es sich um einen Benzin-Rasenmäher handelt, ist übrigens annähernd doppelt so hoch wie die Chance, dass die Kaufentscheidung einen Elektrorasenmäher begünstigt. Da ist es dann aber kein Wunder, dass unser gedachtes Mittelmaßmodell einen Seilzugstarter besitzt.
Der Fangkorb wird voraussichtlich zwischen 40 und 60 l fassen. Übrigens haben die meisten Rasenmäher einen solchen Fangkorb. Was wird darin gesammelt? Es sind die abgeschnittenen Oberteile von Rasenhalmen, die nach dem Schnitt noch 2 bis 10 cm hoch sind und bei regelmäßiger und guter Führung zum Krocketspiel mit den Kindern einladen.
Wie die Schnitthöhe verstellt wird, ist nicht ganz so einfach festzulegen. Aber es spricht viel dafür, dass der anvisierte typische deutsche Rasenmäher einen 5-, 6- oder 7-stufigen Verstellmechanismus besitzt. Und wenn wir schon mal bei der Ausstattung sind: Zu den beliebtesten Features gehören neben der zentralen Schnitthöheneinstellung der Radantrieb und der höhenverstellbare Griff. Ein wenig Optik muss auch her, also werden viele Rasenmäher mit einer Fangbox-Füllstandsanzeige ausgerüstet.
Nichts vormachen lässt sich der Deutsche bei der Materialwahl des Gehäuses. Für Kunststoff reicht es ja noch auf den zweiten Platz und selbst Aluminium kann sich noch aufs Treppchen hieven. Gefragt ist aber Stahl. Das deckt sich auch mit den begehrten Sicherheitseinrichtungen Bügelschalter, Kabelknickschutz, Kabelzugentlastung, Motor- und Messerstopp usw.
Bei der Auswurfrichtung wird deutlich, dass der Trend „Nach mir die Rasenflut“ auch für Rasenmäher gilt. Weit über 70 Prozent der Mäher produzieren Hinterlassenschaften. Eine Hinterlassenschaft anderer Art trifft den Schiebenden bzw. Führenden trotz Verwendung des Auffangkorbs: Lärm. Die Hersteller sind sich immer noch einig, dass ein ordentlicher Rasenmäher auch noch im Nachbarviertel die Fenster zum Klirren bringen sollte. Mindestens 95 dB (A) Geräuschemission sind weit verbreitet und eigentlich ein gutes Argument für den leider noch sehr seltenen Rasenroboter.