IImmer, wenn der Winter kommt, fühle ich mich ein wenig trübe. Es fühlt sich immer so an, als ob der Garten, den ich so liebevoll gestaltet habe, im Sterben liegt. Ich habe viel daran gelegt meinen Garten präzise nach der Vision zu gestalten, die ich schon seit Jahren habe und obwohl ich weiß das wir in nur ein Paar Monaten wieder Frühling haben, kann ich doch dieses seltsame Gefühl nicht unterdrücken, wenn gefallenes Laub anfängt den Rollrasen zu bedecken und die Pflanzen, die draußen bleiben, in Winterschlaf gehen.
Auf die Idee mit dem Fertigrasen bin ich erst später gekommen, als ich gesehen habe wie mühsam es ist, einen beschädigten Rasen teilweise neu zu säen. Ich hatte eigentlich früher einen normalen Rasen, aber da zwei Hunde im Garten spielen, sah ich mich gezwungen, einen
Rollrasen zu verlegen. Dies war zwar nicht Teil meines ursprünglichen Planes für den Garten, aber nach einigem abschätzen der Arbeitsschritte bin ich zu dem Schluß gekommen, das es doch viel leichter wäre, auf einen Fertigrasen zu wechseln.
Ich bin auch sehr zufrieden mit dieser Entscheidung, denn obwohl die Verlegung arbeitsintensiver war, als ich es mir vorgestellt habe, war es doch viel leichter, als die Alternative. Der Rasen scheint auch zu dieser Zeit etwas lebendiger als die restlichen Pflanzen in meinem Garten, mit Ausnahme der Handvoll Tannen, die ich gepflanzt habe. Zu dieser Jahreszeit bleibt mir eigentlich nicht viel übrig, als darauf zu Warten das der Frühling – und mit ihm das Grün und die Lebensenergie – wiederkommt.