Es mag strittig sein, ob der Einsatz eines Keyloggers unter moralischen Gesichtspunkten in jedem Falle einwandfrei ist, schließlich wird er in der Regel ohne das Wissen der anderen Benutzer eines Rechners eingesetzt. Doch von der moralischen Fragestellung abgesehen, es gibt gute und zahlreiche Gründe für einen Einsatz von Keyloggern. Denn jedes Jahr werden unzählige Stunden unproduktiv in Büros verbraucht, werden Überstunden geleistet wo es nicht notwendig wäre, werden Werte vernichtet durch Mitarbeiter, die sich nicht an ihre vertraglich zugesicherten Pflichten halten und statt dessen einen Teil, nicht selten einen großen Teil, ihrer Zeit mit dem privaten Surfen oder anderen privaten Aktivitäten vor dem Rechner verbringen.
Daher wächst der Markt für Keylogger, und auf
keylogger-shop.de kann man sich davon überzeugen, dass die moderne Technik auf vor den kleinen Geräten nicht halt gemacht hat. Was früher nur sehr kostspielig zu erwerben war, ist heute für unter 100 Euro im Internet zu bestellen, und wer etwas mehr investieren kann und will, der nimmt den Logger mit W-LAN-Anschluss, der funkt die gespeicherten Daten direkt an eine Mailadresse. Die Installation ist denkbar einfach, einstecken, erstmalig konfigurieren, fertig. Je nach Speicherkapazität können so viele Tage und Wochen alle Tastenklicks gespeichert werden, um sie dann auszulesen und auszuwerten. So lassen sich Sünder erkennen und im Gegenzug unbescholtene Mitarbeiter identifizieren und auch honorieren. Denn ein solches Instrument muss ja mitnichten nur eingesetzt werden, um Fehlverhalten zu erkennen, im Gegenteil, es kann auch dazu dienen, die Guten von den anderen zu trennen und dann im Nachgang diese zu belobigen. Auch das motiviert.