Wer einen Heimwerker im Haushalt hat, ist in vielen Bereichen besser dran. Zwar wird über all die Freizeit- und Amateurtischler, -schreiner, -klempner und –elektriker auch gern gespottet, aber wenn man bedenkt, dass ein Großteil dieses Spottes von ihnen selbst kommt, relativiert sich selbst die Dunkelziffer. Denn fast jeder Heimwerker kann auch über sich selbst lachen, und ein guter Heimwerker hat stets den letzten Lacher für sich. Denn ist das Werk vollendet, hat man viel gelernt und viel Geld gespart, auch, wenn man während der Arbeit viel fluchen und sich auf den Finger hauen musste.
Das Verlegen von Netzwerkkabeln und der Aufbau eines Heimnetzwerks im Eigenbau sind, gemessen am Verlegen von Bodenfliesen oder dem Abschleifen und Versiegeln eines alten Fischgrätparketts, keine allzu große Herausforderung. Die erforderlichen
Netzwerkkabel kann man auch über das Internet kaufen, und zwar entweder als Verlegekabel, die man fest einbaut oder dauerhaft verlegt, und als Patchkabel, also mobile Anschlussstücke. An die Verlegekabel muss man nach oder während der Installation Stecker bzw. Buchsen montieren, dazu braucht man eine spezielle Zange, die man sich leihen oder kaufen kann. Für die Stecker mancher Hersteller ist ein nur beim selben Hersteller erhältliches Werkzeug nötig, darüber muss man sich schon vor dem Kauf der einzelnen Teile Gedanken machen. Natürlich ist es ein Unterschied, ob man die langen Verlegekabel nachher unter oder über dem Putz, mit Hilfe von Kabelbindern, Klemmen oder in Kabelkanälen unterbringen möchte. Muss man ein Loch durch eine Wand oder Decke aus Holz und Stroh bohren, wie man sie in Altbauten findet, ist das ein anderer Aufwand und erfordert andere Planung als Kabeldurchführungen in Beton oder Stahl.