Das 21. Jahrhundert gilt in vielerlei Hinsicht als ein Scheideweg, auf dem sich die Menschheit befindet. Es steht mehr oder minder fest und ist eine von wissenschaftlich abgesicherten Prognosen gestützte Tatsache, dass dieses Jahrhundert durchaus das letzte sein könnte, in dem die Menschheit in der Form existiert, wie man sie heute kennt. Der Verbrauch der Menschen übersteigt das, was der Planet zur Verfügung hat. Diese erschreckende Tatsache führte zum Umdenken vieler. Schon heute tut die IT vieles zum relativen Umweltschutz, indem es Energiekosten und schädliche Emissionen durch Optimierung auf ein Minimum reduziert.
Beispielsweise kommt sie in hochmoderner Gebäudesteuerung zum Einsatz, wo sie sowohl Heizung als auch Licht und Lüftung so optimal steuert, dass nur in tatsächlich genutzten Räumen läuft und in Räumen, die momentan nicht in Gebrauch sind abgestellt werden. So entsteht eine effizientere Energieversorgung bei einer bisweilen erheblichen Kostenersparnis.
Green IT-Konzepte gehen jedoch noch weiter. Sie dringen vor bis hin zum Verkehrsmanagement. Die Strömungen des Verkehrs und seine Abläufe werden elektronisch kalkuliert und verbessert, Faktoren wie Staus und Schadstoffemissionen werden mit einberechnet. So ist zum Beispiel denkbar, dass die IT eine zu stark mit Emissionen belastete Zone automatisch sperrt und den Verkehr umleitet. Generell lässt sich ohne Übertreibung sagen, dass sich Green-IT in fast allen Produktionsprozessen wirksam einsetzen lässt, um effizienter und umweltschonender zu arbeiten. Denkbar sind auch intelligente Stromzähler, anhand derer sich der Kunde größtmögliche Transparenz über seine Kosten und seinen tatsächlichen Verbrauch verschaffen kann, so dass die Sensibilität und Kompetenz des Kunden dahingehend steigt, dass er eigeninitiativ unnötigen Stromverbrauch abstellt und so Energie spart.