Immer mehr Menschen hören heute schlecht. Dafür gibt es drei wesentliche Gründe. Zum einen ist der allgemeine Geräuschpegel extrem angestiegen, zum anderen gibt es immer mehr Lärmquellen in Beruf und Freizeit und außerdem werden die Menschen immer älter und somit steigt eben auch die Zahl der altersbedingten Hörminderungen.
Wenn ein Hörverlust nicht behandelt wird, kann dies auch zu weiteren körperliche Problemen führen. Müdigkeit, rasche Erschöpfung, unangenehme Kopfschmerzen und lästiger Schwindel, sowie Stressproblematiken und erhöhter Blutdruck können im Zusammenhang mit einer Hörminderung auftreten.
Um den
Schwerhörigkeitsgrad beurteilen zu können, müssen verschiedene Tests durchgeführt werden.
Durch eine Tabelle wird die Schwerhörigkeit dann prozentual eingeteilt.
Primär muss herausgefunden werden, wo im kompliziert aufgebauten Ohr die Ursache für die Schwerhörigkeit zu finden ist.
Dabei unterteilt man erst einmal grob in Schallleitungs- und Schallempfindungsstörungen. Dies kann schon Hinweise auf die Stelle der Schädigung im Ohr geben. Die Schallleitungsschwerhörigkeit entwickelt sich, wenn die Schallübertragung im äußeren Ohr oder im Mittelohr gestört ist. Dieses Problem lässt sich gut therapieren, zum Beispiel, indem man Ohrenschmalz, auch Cerumen genannt, vom H-N-O Arzt entfernen lässt. Die Schallempfindungsschwerhörigkeit oder Innenohrschwerhörigkeit ist dagegen eine schwerwiegendere Schädigung. Sie findet sich im Innenohr, der sogenannten Schnecke oder liegt direkt am Hörnerv.
Es können allerdings auch die Nervenbahnen, die zum Gehirn führen geschädigt sein.
In diesen Fällen ist die Prognose auf völlige Beseitigung der Problematik generell ungünstiger.
Für eine Behandlung der Schwerhörigkeit muss zwischen akuter und chronischer Erkrankung unterschieden werden. Das heißt, das der Facharzt wissen muss, ob die Beschwerden schon seit längerer Zeit bestehen oder gerade erst aufgetreten sind. Nur so lässt sich eine richtige Diagnose stellen. Plötzlich auftretende Hörverschlechterungen oder sogar Taubheit, sind immer Notfälle. Solche Beschwerden müssen sofort untersucht und abgeklärt werden.