Zecken und Insekten sind vor allem in den Sommermonaten aktiv. Zecken sind gefürchtet, da sie bei einem Zeckenbiss, Viren und Bakterien auf Menschen und Tiere übertragen können. Die bekanntesten
Krankheiten durch Zeckenbisse sind FSME und Borreliose. Doch nicht jeder erkrankt an FSME oder Borreliose, selbst wenn er mit den Bakterien oder Viren infiziert worden ist. Bei FSME erkrankt nur jede 5 Person, die mit den Krankheitserregern in Kontakt gekommen ist. Bricht die Krankheit aus, kommt es zu grippeähnlichen Symptomen. Im schlimmsten Fall entsteht eine Hirnhautentzündung, die zu Komplikationen führen kann. Besonders ältere Menschen sind gefährdet, da ihr Immunsystem meist schwächer ist, als bei jüngeren Menschen. In Risikogebieten, in denen Zecken häufig FSME übertragen, kann man sich kostenlos gegen FSME impfen lassen. Eine Infektion mit Borreliose erkennt man manchmal daran, dass um die Stelle des Zeckenbisses eine kreisrunde Rötung entsteht. Diese Stelle kann sich auch ausbreiten und die Rötung wandert weiter. Deswegen wird diese Beobachtung auch als Wanderröte bezeichnet. Beobachtet man solch eine Veränderung der Haut nach einem Zeckenbiss, sollte man den Arzt aufsuchen. Dieser kann feststellen, ob eine Borreliose vorliegt. Die Borreliose ist im Anfangsstadium gut mit Antibiotika zu behandeln. Sehr oft fehlt die Wanderröte als Erkennungsmerkmal für die Erkrankung. Oft leiden Betroffene unter unspezifischen Symptomen, die Gelenke und Nerven betreffen. Manchmal können sich auch grippeähnliche Symptome einstellen. Vermutet man eine Borreliose hinter den Symptomen, kann der Arzt mit einem Bluttest herausfinden, ob sich Borreliose-Erreger im Blut befinden und eine Therapie mit Antibiotika einleiten. Man geht davon aus, dass die Erreger der Borreliose erst nach einer gewissen Zeit durch den Zeckenbiss in die Blutbahn des Menschen gelangen. Daher ist es wichtig, möglichst schnell Zecken auf der Haut zu entdecken und die Zecken zu entfernen.