Bei der Borreliose, hierzulande am häufigsten vertreten ist die Lyme-Borreliose, ist ein hauptsächlich durch Zecken übertragenes humanpatogenes Bakterium, das schätzungsweise bei einem von 300 Zeckenbissen übertragen wird.
Borreliose geht, sofern infiziert und ausgebrochen, mit schweren Symptomen einher, beginnend mit der sogenannten Wanderröte. Hierbei bildet sich um den Zeckenstich ein roter Kreis, der auch auf dem Körper wandern kann. Weitere Symptome der Borreliose sind denen eines grippalen Infekts ähnlich, wie bspw. Gelenkschmerzen und Muskelschmerzen, im zweiten Stadium (nach ca. 4-16 Wochen) begleitet von Schweißausbrüchen und Fieber. Eine schwere Folge ist der Befall von Organen und des zentralen wie peripheren Nervensystems, häufig resultierend in Gesichtslähmung und Gelenkinfektionen. Im dritten Stadium, der chronischen Infektion, hat sich der Borreliose-Erreger mangels Therapie im Bindegewebe festgesetzt, und kann über Jahre hinweg immer wieder ausbrechen.
Diagnose, Therapie und Gefährlichkeit der Borreliose
Borreliose wird meist symptomatisch diagnostiziert, da die Diagnose im Labor mittels Blutuntersuchung nicht eindeutig und zuverlässig geschieht. Auch kann nicht festgestellt werden ob es sich um eine aktive oder eine abgeheilte Borreliose handelt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Krankheit andere Krankheitsbilder imitieren kann, nicht alle Symptome auch wirklich auftreten müssen, und Differentialdiagnosen äußerst schwierig sind. Eine "verschleppte" Borreliose kann im schlimmsten Fall zur Schädigung von Organen und des zentralen Nervensystems führen. Therapiert wird mit Antibiotika in hoher und langer Dosierung, und gestaltet sich in Phase 1 noch recht unproblematisch. Deswegen ist es wichtig, sich regelmäßig auf Zecken zu untersuchen. Wenn eine Zecke noch nicht lange an ihrem Wirt saugt, ist die Gefahr einer Borreliose-Infektion gering, da die Borrelien im Enddarm der Zecke sitzen und somit erst zum Ende des Saugvorgangs hin auf den Wirt übertragen werden.