Es ist wissenschaftlich Anerkannt, dass in menschlichen Stammzellen ein hohes Potential steckt, wenn es um die erfolgreiche Therapie von verschiedenen Erkrankungen und Erbkrankheiten geht. Doch die Gewinnung von Stammzellen ist dabei nicht immer so einfach, gerade auch deswegen, weil in Deutschland und Europa sehr restriktive Gesetze greifen, die die Forschung stark reglementiert. Die Gewinnung von Stammzellen aus Embryos ist so etwa verboten, weil dabei das werdende Leben getötet werden muss und also aus ethischen Gründen abgelehnt wird, auch wenn es beispielsweise Embryos sind, die im Rahmen einer künstlichen Befruchtung ausgemustert wurden und somit nicht lebensfähig wären.
Doch es gibt auch Alternativen, die zwei wesentlichen sind dabei
Nabelschnurblut vs. therapeutisches Klonen. Beim therapeutischen Klonen wird dabei versucht, aus einer Körperzelle neue Stammzellen zu gewinnen und zu aktivieren, was mit zunehmendem Alter der Zellmasse immer schwieriger oder sogar unmöglich ist. Zudem ist die Verträglichkeit dieser Art von Stammzellen deutlich geringer und die Nebenwirkungen sind ausgeprägter, als es bei der Alternative, der Gewinnung von Stammzellen aus dem Blut der Nabelschnur Neugeborener der Fall ist. Hier wird ausgenutzt, dass der menschliche Embryo im dritten Trimenon die eigenen Stammzellen über den Blutkreislauf an das Rückenmark transportiert, wo sie nach der Geburt eingelagert werden, hierdurch ergibt sich im Nabelschnurblut eine hohe Konzentration von Stammzellen, die zudem gut gelagert und sehr verträglich eingesetzt werden können. Diese Art der Gewinnung von Stammzellen ist deutlich hoffnungsvoller, als die Nutzung von therapeutischem Klonen, denn hier liegen die Stammzellen bereits vollständig vor und müssen nur korrekt gelagert werden, bevor sie zum Einsatz kommen.