Russland, das größte Land der Erde. Nicht nur kulturell ist das Land von Gegensätzen geprägt. Auch ein breites Spektrum an Klimazonen hat das Riesenreich aufzuweisen. Während im westlichen Teil ein kontinentales Klima, ähnlich dem in Westeuropa, vorherrscht, ist es im asiatischen Teil Russlands wesentlich extremer. Östlich des Urals herrscht ein Klima, das ebenfalls als kontinental bezeichnet wird, jedoch weitaus größere Temperaturschwankungen zu verzeichen sind. Im Sommer wird es leicht bis zu 40 Grad Celsius warum, im Winter dagegen bis zu Minus 72 Grad Celsius. Weite Teile des landes sind bis zu neun Monate im jahr von einer dichten Schneedecke bedeckt, sodass ein fortkommen oft nur noch auf Skiern möglich ist. Vergisst man beim verlassen von geheitzen Räumlichkeiten einmal seine
Skihandschuhe mitzunehmen, so kann dies innerhalb von wenigigen Minuten zu schweren Erfrierungen führen, wobei eine Amputation der Finger häufig Folge einer derartigen Fharlässigkeit ist.
Die Bewohner der dünn besiedelten Region haben sich indes über die Jahrhunderte auf die wiedrigen Umstände eingestellt. Da fast überall Dauerfrost herrscht, das heißt der Boden taut auch im Sommer nicht auf, wurden besondere Bautechniken notwenidg. Da unter den warmen Gebäuden das Erdreich vor allem im Sommer teils anfängt aufzutauen, und damit weicher und instabil wird, werden oft metertief Pfähle in den Boden gerammt, um die Fundamente der häuser zu sichern. Dies war besonders vor der Industrialisierung eine schweißtreibende aund aufwendige Arbeit. Die langen Holzbalken mussten mit purer Muskelkraft in den harten, gefrorenen Boden gerammt werden. Heute übernehmen dies überwiegend mechanische Geräte.
Mit der großflächigen Erschließung von Rohstoffvorkommen hat sich das Gesicht der Landschaft fundamental geändert. Schön ist sie dennoch.