Ungefähr im dritten Jahrhundert vor Christus erfanden die Kelten die Kettenkleidung und hier insbesondere die Kettenhemden. Diese Hemden wurden aus Draht zusammengeflochten.
Dabei wurde der Draht auf einen Stab gewickelt bis schließlich eine Art Drahtwurm entstanden war. Dieser Drahtwurm wurde dann in Längsrichtung aufgetrennt.
Die jetzt entstandenen offenen Drahtringe wurden dann in mehreren Lagen ineinandergeflochten und vernietet. Auf diese Weise entstand ein sehr aufwendiges und auch recht schweres Gewebe, das seinen Träger vor feindlichen Angriffen schützen sollte.
Da dieses Hemdchen allerdings nie alle Körperteile abdecken konnte, gab es natürlich unter den Kettenhemdträgern auch Opfer. Gerade wenn die Gegner mit Äxten, Speeren, Lanzen oder Schwertern unterwegs waren. Die wussten natürlich wo die Schwächen eines Kurzarm-Kettenhemdes oder kurzen Hemden waren. Ruckzuck war der Gegner trotz Drahtleibchen niedergemetzelt. Daraufhin wurden die
Hemden nicht mehr offensichtlich über der restlichen Kleidung getragen, sondern unter der restlichen Kleidung, ähnlich einer schusssicheren Weste. Das war aber auch nicht die Offenbarung, wie man sich vorstellen kann. Daran änderte auch die Erfindung von Kettenhandschuhen oder anderen Utensilien nichts.
So konzentrierte man sich auf Rüstungen aus Komplettmetall für die Edelleute und ließ das Fußvolk mit den ungenügenden Kettenhemden und anderen Kettenteilen durch die Kriegswelt stratzen. Bei denen kam es dann nicht so drauf an.
Irgendwann hatte sich das mit den Kettenrüstungen ja dann auch erledigt. Erstens führte man die Kriege irgendwann mal anders, denn die Waffen durchschlugen dann irgendwann auch ganz andere Schutzkleidungen und zweitens waren die Hemden aus Ketten natürlich aufgrund ihres Gewichtes einfach vollkommen unbrauchbar. Zehn Kilo und mehr waren keine Seltenheit und das Gewicht riss ordentlich an den Schultern.