Die Geschichte des russischen Films wurde in einigen Niedergängen stark negativ geprägt und musste in machen Jahren des letzten Jahrhunderts Rückschläge erleiden.
Regisseur Tarkowski hegte zu Beginn der 1900er Jahre große Hoffnung, doch er verstarb, nach seiner Auswanderung von Rußland. Auch als das russische wirtschaftliche und politische System, die Perestrojka, eintrat, war für den Film kaum noch Luft zum Überleben da. Die kaum vorhandene Filmkultur, die Möglichkeiten und der Aufbau weiterer Lichtspielhäuser in den russischen Städten und Gemeinden, - sie waren in Gefahr gänzlich auszusterben.
Im Jahre 1908 kam der erste erfolgreiche Film "Stenka Rasin" in die Lichtspielhäuser und ließ Hoffnung aufkommen. Doch es kam keine richtige Bewegung in die russische Filmgeschichte. Erst die Jahre 2002 und 2003 brachten eine Wende ein. Es kamen neue, individuelle Filme und Produktionen von jungen russischen Regisseuren auf den Markt. Das internationale Interesse auf zahlreichen Festivals der Welt war enorm. Die Russen hatten allerdings Regisseure wie Tarowski, Kubrick oder Tykwer erwartet. Die
russischen Regiseure von heute aber waren Studenten in den Bereichen der Biologie, Physik oder der Psychologie. Doch die Rechnung ging auf. Die neuen Regiseure nutzen die Anfänge der 1900er Jahre. Die produzierten Filme herrschen jedoch vor allem in Sachen zukünftiger, gegenwärtiger Ereignisse. Sie bringen ein neues Flair auf die internationalen Leinwände. Vor allem aber in Rußland.
Es waren in den letzten Jahren auch Filme wie Turgenjews "Väter und Söhne" oder Dostojewskis "Die Brüder Karamasow", die zu neuem und vergangenem inspirierten. Weltbekannt wurde der Film "Wächter der Nacht – Nochnoi Dozor" der im Jahre 2005 aus russischem Geschick entstand. Er lässt alle Hoffnung weiter und stetig wachsen.
Nur eines lässt sich die Geschichte des russischen Films nicht nehmen: Die traditionellen Filme ohne Helden waren noch niemals die Stärke oder die Motivation der russischen Filmtalente. Das wird auch weiterhin so bleiben, denn darin bleibt sich die Bewegung treu.