Erstaunlich lange her ist es, seit der beliebte Partyspaß des Karaoke Singens entstand. Genau ist der Beginn dieser Traditionslinie von Hobbysängern berühmter Musik gar nicht mehr festzumachen. In Japan war es schon in den sechziger Jahren üblich, sich gegen entsprechend großzügiges Entgelt in Bars von Live-Bands zu den eigenen Lieblingssongs begleiten zu lassen und so auch einmal auf der Bühne zu stehen und nach Lust und Laune zu performen. Doch erst recht spät, in den siebziger Jahren, entstand daraus ein richtiger Wirtschaftszweig und die Karaokebegeisterung verbreitete sich wie ein Lauffeuer weltweit. Die Technik wurde schon 1971 von Daisuke Inoue in Japan entwickelt, der in einer Hintergrundband in einer Bar spielte und dort live bühnenliebende Geschäftsleute an ihrem freien Abend begleitete. Mehr aus Not als wirklich mit Absicht wurde Karaoke von ihm erfunden, als er die Einladung eines Kunden ablehnen musste, mit auf eine reise zu kommen und dort für Live-Gesangsmusik zu sorgen. Also nahm er mit seiner Band die erste Playback-Kassette zum Selber-Singen auf und verkaufte sie dem Mann. Bald wurde er seine selbst gebauten Automaten auch an experimentierfreudige Bars in seiner Heimatstadt Kobe los, wo sie begeistert aufgenommen und bald in Massenproduktion von den großen Plattenfirmen hergestellt und in Massen weltweit verkauft wurden. Inoue selbst ging leer aus, da er kein Patent im rechtlichen Sinne besaß. Er gilt heute als Erfinder und heimste den Ruhm für die Erfindung von Karaoke ein. Doch die Idee, Musik ohne Gesangslinie aufzunehmen und Hobbysängern für ihre eigenen Auftritte mit Nachsingen der
Lyrics und lustige Wettstreite zu verkaufen, war Gold wert und macht e schnell Millionen Umsatz.