Kartenspiele gehören seit vielen Jahrzenten zur deutschen Unterhaltungskultur. Laut Wikipedia gibt es dabei viele verschiedene Ausrichtungen: Ablegespiele, Stichspiele, Augenspiele, Sammelspiele, Raubspiele, Wettspiele und Anlegespiele. Neben den etlichen Varianten gibt es aber auch Kartenspiele, die stark an die verschiedenen Lebensabschnitten eines Menschen geknüpft sind. Eins der ersten Kartenspiele, das man in seiner Kindheit kennen lernt, ist "MauMau". Wer erinnert sich nicht daran, bei einer 7 zwei Karten zu ziehen oder den Kelch mit einer eigenen 7 an den nächsten Mitspieler weiter zu reichen. Mit einem Buben konnte man sich eine Farbe wünschen und die 8 ließ den nächsten Spieler aussetzen. "MauMau" hatte schon eine gewisse Komplexität, die man als junger Mensch erstmal verstehen musste. In der Schule wurde das Spiel "Arschloch" zum Dauerrenner. Ähnlich wie beim "MauMau" hatte derjenige gewonnen, der zuerst alle Karten ablegen konnte. "Arschloch" war allerdings um einiges simpler und somit deutlich schneller zu verstehen und zu spielen. Da die Pausen zur Schulzeit begrenzt waren, wurde "Arschloch" schnell zum optimalen Klassenspiel. Mit dem Alter kam die Reife und dadurch änderte sich auch die Wahl der Kartenspiele. Als junger Erwachsener wollte man schnellen Spaß und gerne das ein oder andere Risiko eingehen. Man wollte pures Leben. Die Wettspiele bestimmten diese Lebensphase. Mit Poker und Black Jack suchte man den Nervenkitzel. Beide sind typische Spiele mit Geldeinsatz und beide verbindet man mit Luxus und Eleganz.
Poker lernen ist nicht schwer, das Spiel zu beherrschen, erfordert allerdings schon sehr viel Zeit. Nach ein paar wilden Jahren setzte man sich zur Ruhe, suchte sich eine Partnerin oder gründete eine Familie. Pärchenabende lösten die Partyabende ab. In dieser Phase ist Doppelkopf ein beliebtes Kartenspiel. Die Familienmenschen erleben eine Renaissance von MauMau. Mit dem fortschreitenden Alter rundet Skat schließlich die Kartenspielära ab. Ob in der Kneipe oder im Vereinsheim, Skat ist ein Spiel für Menschen mit viel Lebenserfahrung. Natürlich gibt es Ausnahmen und auch der ein oder andere Jugendliche spielt Skat, aber grundsätzlich sind manche Kartenspiele doch deutlich mit dem jeweiligen Lebensabschnitt eines Menschen verknüpft.