Ölpflanzen werden zur Energiegewinnung immer wertvoller eingeschätzt. Vorteilhaft bei den Ölpflanzen ist beispielsweise, dass die Rohmaterialien für die Energiegewinnung leicht zur Verfügung stehen. Die Ölpflanzen haben ihre Reserve- und Speicherstoffe in Früchten sowie Samen und die Gewinnung dieser Öllieferanten ist grundsätzlich sehr leicht zu handhaben.
Vorteilhaft ist weiterhin, dass gerade im mitteleuropäischen Bereich sehr hohe Vorkommen von Ölpflanzen zu verzeichnen sind. Raps,
Jatropha, Ölrettich, Lein sowie Senf und Leindotter sind mehr oder weniger bekannte Ölpflanzen, die der Energiegewinnung in Mitteleuropa dienen können. Alle diese Pflanzen, die unter der botanischen Gruppe der Korbblütler geführt werden, sind schon sehr lange Zeit in Europa angebaut und können nun mit steigender Tendenz weitere Nutzungsmöglichkeiten offerieren. Auch die Sonnenblume sowie die Färberdistel gehören zur erweiterten Gruppe der Korbblütler, die gerade in Europa als Öllieferanten Beliebtheit haben.
Für einen besonders guten Ertrag zur Energiegewinnung eignen sich besonders gut der Winterraps sowie die Sonnenblume, da sie eine besonders hohe Ölmenge liefern und damit die Ernte sowie die Weiterverarbeitung der Pflanze sehr lohnend machen. Gerade der Raps ist ein sehr guter Öllieferant, denn die Wintersorte zeigt einen Ölanteil, der bei sehr guten 40 bis 45 Prozent liegt.
Da der Raps sich auch in Deutschland im mitteleuropäischen Klima sowie in unseren Bodenverhältnissen sehr gut anbauen lässt, ist er zur Energiegewinnung in unseren Breiten hervorragend einzustufen. Schon bei Außentemperaturen um drei Grad beginnt der Raps zu keimen und intensive Regenfälle können seinem Gedeihen nichts anhaben. Sowohl milde als auch schwere Böden eignen sich für den Rapsanbau, so dass er als Energielieferant auch noch relativ anspruchslos ist. Dies ist sicher auch ein Grund, warum der Rapsanbau in den letzten Jahren derart expansiv war.