Glycerin | Wo ist das alles drin? - Glycerin ist aus dem Griechischen und heiß so viel wie ""süß""zu deutsch. Es hat auch noch andere Namen wie Glycerol und Glyzerin und werden als Trivialnamen bezeichnet. Das Wort Glycerol ist entstanden, weil die Alkohole alle in der Chemie mit ""-ol"" enden, sie steht für Alkine oder Amine. Die normale gebräuchliche Bezeichnung ist Propantriol bzw. Propan-1,2,3-triol oder im Nahrungsmittelbereich auch E 422 der Lebensmittelzusatzstoffe.
Glycerin ist ein dreiwertiger Alkohol (Triol) und bei Zimmertemperatur eine viskose, hygroskopische Flüssigkeit, die keine Farbe oder Geruch hat, aber doch süß schmeckt. Diese Substanz ist im Vergleich zu anderen sehr vielseitig. Glycerin wird in der Lebensmittelindustrie häufig als Feuchthaltemittel oder Süßungsmittel eingesetzt, wie zum Beispiel bei Datteln oder Kaugummi, aber auch in Zigaretten. Weitere Fundorte der Chemikalie sind Weichmacher, Schmierstoff, Frostschutzmittel und in der Medizin gibt es bei Verstopfung glycerinhaltige Zäpfchen, man versucht sogar Glycerin im Körper selbst als Forstschutzmittel fungieren zu lassen, für Operationen. Gemischt mit hoch konzentrierter Schwefelsäure und Salpetersäure ergibt es einen hoch brisanten Sprengstoff mit den Namen „Nitroglycerin“, der für Dynamit verwendet wird.
Allylalkohol kann man damit auch erzeugen, unter Einwirkung von Ameisensäure. Dann kann man Glycerin sogar noch als Treibstoff verwenden, indem man es mit Isobuten zu Glycerin-tert-Butylether verwandelt, aber das ist noch nicht ganz ausgeforscht. Es gibt noch viele andere weitere Anwendungsbereiche wie die Herstellung von Kunststoffen, Mikrochips und Farbstoffen.
Die Entdeckung wird dem schwedischen Chemiker Carl Wilhelm Scheele (1742-1786) zugeschrieben. Bei einem Experiment erhilt Scheele statt dem gewünschten Ergebnis eine süß schmeckende Flüssigkeit, die er zunächst „Süßöl“ nannte.
Glycerin (Süßöl) spielte erst eine Rolle mit der Erfindung der Seifenbildung im Jahre 1823.