In der Regel wird
Ethylacetat auch als Essigester, um genauer zu sein als Essigsäureethylester bezeichnet und ist eine farblose Flüssigkeit, die zu der Gruppe der Carbonsäureester gehört. Die Flüssigkeit erinnert durch ihren Geruch stark an Klebstoff, ist jedoch beim Einatmen schädlich für den Körper. Denn durch seine reizende Wirkung kann es die Schleimhäute in Nase, Rachen und Lunge verletzen und auch die Augen nehmen bei Berührung mit diesem Stoff leicht Schaden. Atmet man den Stoff in höheren Konzentrationen ein, so kann eine Ohnmacht die Folge sein, oder ist ein Suchtmittel, das den sogenannten Klebstoffschnüfflern bekannt ist.
Aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung löst sich Ethylacetat sehr gut in Fetten, d.h., der Stoff ist lipophil und löst sich nur mäßig gut in Wasser. Der Stoff ist leicht entzündlich und sollte daher auch sorgsam gelagert werden, um Brände und Explosionen zu vermeiden. Bei etwa 77°C beginnt das Ethylacetat zu verdampfen.
Hergestellt wird das Ethylacetat durch eine sogenannte Veresterung. Die Grundstoffe Essigsäure und Ethanol reagieren zusammen mit dem Katalysator Schwefelsäure unter Wasserabspaltung zu dem gewünschten Essigester.
Ethylacetat ist ein wichtiger Grundstoff in der Chemie. Viele Dinge des Alltags werden mit Hilfe von Ethylacetat hergestellt. Die wichtigste Verwendung ist der Klebstoff. Hier ist es das am häufigsten verwendete Lösungsmittel, aber auch im Nagellack ist es ein wichtiger Bestandteil neben dem Aceton. Wie alle Ester wird auch der Essigsäureester als künstlicher Aromastoff, zum Beispiel bei Limonaden oder Bonbons verwendet.