Der Ölpreis strebt seit einigen Jahren immer weiter nach oben. Vor einigen Wochen hat er bereits die 100 Dollar Marke erreicht. Und ein Ende der Entwicklung ist nicht in Sicht. Mit Preissenkungen ist in nächster Zeit nicht zu rechnen. Vorbei sind die Zeiten, in denen
billiger Strom einfach für jeden verfügbar war. Der Hunger Chinas und westlicher Industrien wird auch auf lange Sicht dafür sorgen, dass der Preis für fossile Energieträger seinen Aufwärtstrend weiter fortsetzen wird. Experten gehen sogar davon aus, dass in wenigen Jahren das Barrel Rohöl mehr als 200 US-Dollar kosten wird. Als Folge drohen neben wirtschaftlichen Engpässen kriegerische Auseinandersetzungen.
Doch es muss nicht soweit kommen. Zwar dürfte der Preis für Benzin in wenigen Jahren die Marke von 5 Euro erreichen. Aber die Industrie sucht mit Hochdruck nach Alternativen. Und der steigende Ölpreis dürfte die Entwicklung hin zu regenerativen Energieformen weiter beschleunigen. Der Preis für Energie aus Sonnenenergie, Erdwärme und Windkraft dürfte schon in absehbarer Zeit unter dem für Öl, Gas und Kohle liegen. Allerdings werden die Chancen, welche ein schneller Umstieg auf erneuerbare Energien bietet, von weiten Teilen der Bevölkerung unterschätzt. Natürlich tragen die großen Energiekonzerne ihren Teil dazu bei, denn wer möchte schon gern einfach so seine Marktstellung aufgeben.
Aber auch die Politik ist gefordert, wenn es um die sich abzeichnende Energiekrise geht. Der Verbraucher hat nur wenig Chancen, auf den Energiemarkt einzuwirken. Er kann lediglich durch einen Stromvergleich zwischen den günstigsten Anbietern wechseln. Echten Einfluss auf die Strompreise kann er nicht ausüben. Nur die Regierungen können die Unternehmen dazu zwingen, sich von fossilen Energieträgern weg zubewegen.