Vom Heiratsantrag zum Verlobungsfest
Die Verlobung unterliegt keinerlei Formvorschriften. Jedes Pärchen kann sie ganz nach eigenem Wunsch gestalten. Dennoch haben sich soziale Formen des Verlobungsfestes herausgebildet von denen im Folgenden die Rede sein soll. |
Sein Besuch bei den Brauteltern
Das junge Paar ist sich einig: Die beiden wollen ihr weiteres Leben zusammen verbringen. Vielleicht hat er ihr einen Heiratsantrag gemacht vielleicht sie ihm, oder sie sind gemeinsam wie selbstverständlich zu diesem Entschluss gelangt. Nun soll diese bedeutende Entscheidung aber nicht verborgen bleiben, und die ersten, die davon erfahren, sind in der Regel die Eltern, für die es in den meisten Fällen keine grandiose Überraschung sein wird, wenn sie von ihren Kindern die gute Nachricht erfahren; vielleicht haben sie schon lange darauf gewartet. Der junge Mann ist den Brauteltern meist kein Unbekannter, hat er seine Freundin doch oft zum Ausgehen abgeholt oder sie am Telefon verlangt, und sie war bei seinen Eltern ab und zu zum Essen eingeladen. Ein
Feuerspucker ist immer eine Überraschung für die Hochzeit.
Dennoch ist jetzt ein offizieller Besuch fällig: Der Bräutigam hält bei den Eltern der Braut um die Hand ihrer Tochter an. Dazu vereinbart sie in seinem Namen einen Termin, traditionsgemäß an einem Vormittag.
Pünktlich zum verabredeten Zeitpunkt stellt sich der Bräutigam ein. Selbst wenn er normalerweise nur Jeans trägt, hat er zur Feier dieses Tages einen Anzug oder eine Kombination angezogen und die Turnschuhe mit Lederschuhen vertauscht. Für die Brautmutter hat er einen netten, nicht zu großen Blumenstrauß mitgebracht, die Braut bekommt zu diesem Anlass keinen.
Nun bittet man ihn freundlich herein. Früher war es üblich, dass die Braut in ihrem Zimmer warten musste, bis zwischen Eltern und Verlobtem alles Wesentliche besprochen war. Heute wird es sich keine Frau mehr nehmen lassen, bei dieser Unterredung, bei der es ja um ihre Zukunft geht, nicht nur anwesend zu sein, sondern auch mitzureden. Buchen Sie zum Polterabend eine Feuershow Berlin.
Die Eltern werden das ihre dazu beitragen, dass das Gespräch in netter und entspannter Atmosphäre verläuft. Sie bieten etwas zum Trinken und vielleicht etwas Gebäck an; ein Essen ist nicht üblich. Ein wichtiges Gesprächsthema sind die beruflichen Aussichten des Bräutigams sowie seine finanziellen Verhältnisse. Dann werden die Eltern über die Aussteuer oder sonstige Zuwendungen sprechen, die sie ihrer Tochter machen wollen. Ein weiteres Thema können die Vorstellungen des Brautpaars vom zukünftigen gemeinsamen Leben sein: ob sie beide zunächst berufstätig bleiben oder bald ein Kind haben wollen, oder ob sich einer von beiden bereits dazu entschlossen hat, als Hausfrau oder Hausmann allein für den Haushalt zu sorgen. Bedeutend wäre in diesem Zusammenhang auch zu klären, ob die Eltern möglicherweise dazu bereit sind, sich um ein Kind zu kümmern, wenn beide berufstätig bleiben möchten usw.
Das Ziel der ganzen Unterredung ist es also zum einen, dass sich Eltern und künftiger Schwiegersohn besser kennen lernen, zum an-deren, dass die Verlobten sich die Zustimmung und Mithilfe der Eltern zu ihren Zukunftsplänen und deren Verwirklichung sichern.