Boulevardmagazine, die über Las Vegas und seine Blitzhochzeiten berichten, vermitteln ein Bild, das für Deutschland nicht zutrifft. Die unkomplizierten und schnellen Wege zum vermeintlichen Eheglück in der Glitzer-, Zocker- und Hochzeitsstadt sind hierzulande durch Formalien und Bürokratie verbaut, der Amtsschimmel lässt sein Wiehern Heiratswillige nur all zu deutlich hören.
Wartezeiten zwischen Antragstellung (!) und Hochzeitstermin sind einzuhalten, zahlreiche Unterlagen beizubringen und teils happige Gebühren zu entrichten, ehe ein Brautpaar vor den Standesbeamten treten und sich das Jawort geben kann.
Apropos Gebühren: dies ist der vermutlich einzige Bereich, in dem sich das deutsche Procedere modernen Gepflogenheiten angepasst hat, denn nahezu für alles werden Gebühren erhoben. Schon für das Einlegen der CD mit der passenden Musik können Gebühren fällig werden ( 10,- keine Seltenheit), Livekapellen schlagen natürlich teurer zu Buche. Dass mittlere dreistellige Beträge allein für die Miete eines Trauungsraumes fällig werden können, ist allerding nur noch schwer zu verdauen.
Alles in allem ist der Besuch auf dem Standesamt ein Angelegenheit, die nicht nur teuer werden kann, sondern auch eine Menge Vorbereitung erfordert. Schnell hat man in dem verwirrenden Dickicht von Vorschriften, Gesetzen und Gebühren den Überblick verloren.
Wer den behalten möchte, dem sei die Seite
Infoshot standesamtliche Heirat empfohlen. Die weitgehend umfassende Übersicht, die die Macher der Seite
trieb-feder.de zusammengestellt haben, hilft, einen klaren Kopf zu bewahren und sich auf das Wesentliche zu konzentrieren. Und das scheint vor dem Hintergrund bürokratischer Hindernisse auch nötig zu sein – ehe der große Tag ein Reinfall wird.