Eisen ist der Grundstoff für eine funktionierende Industrie auf nationaler und internationaler Ebene.
Da es in reiner Form nicht in der Natur vorkommt, muss es mittels chemischer Prozesse bei hohem Energieaufwand in Eisengießereien produziert werden.
Auch Eisenschrott wird für die Herstellung in riesigen Schmelzöfen als Rohstoff herangezogen.
Dies geschieht bei Temperaturen, die 1500° Celsius übersteigen können. Die riesigen Hochöfen werden dabei, je nach Modell, mit Öl, Gas, Koks oder elektrisch beheizt.
Entscheidend ist die Tatsache, dass der Mensch durch die geringe Änderung von Parametern, wie Kohlenstoffgehalt, Temperatur und Abkühlgeschwindigkeit der Schmelze, Einfluss auf die Struktur des Eisens nehmen kann. Grundsätzlich gilt die Faustregel, je mehr Kohlenstoff im Kristallgitter des Metalls eingelagert ist, desto höher steigt die Härte des erstarrten Eisens. Dies geht einher mit einer steigenden Sprödigkeit des Materials.
Auch durch eine nachträgliche Wärmebehandlung kann Einfluss auf die späteren physikalischen und mechanischen Eigenschaften des Eisens genommen werden.
Dies ist von besonderer Bedeutung für die Weiterverarbeitung.
Beim Gießen selbst unterscheidet man zwei Techniken. Die erste ist der Guss in eine "verlorene Form", die meist aus Sand oder Ton besteht. Nach dem Abkühlen der Schmelze wird die Form abgeschlagen und das fertige Gussstück kommt zum Vorschein.
Die zweite Möglichkeit ist der Guss in Dauerformen, sog. "Kokillen". Diese bestehen meist aus temperaturfesten metallischen Werkstoffen und können wiederverwendet werden.
Die Arbeit in
Eisengießereien ist mit diversen Risiken verbunden, da sie aufgrund der hohen Temperaturen und riesigen Schmelzöfen zahlreiche potenzielle Gefahrenquellen birgt. Jedoch sind Eisengießereien aufgrund der Bedeutung von Eisen in der heutigen Gesellschaft ein unentbehrlicher Bestandteil der weltweiten Industrie und Wirtschaft.