Das Tagesgeldkonto erweist sich als überaus flexibles Finanzprodukt. Hat man sich als Verbraucher für ein Tagesgeldkonto entschieden, ist dies nicht gleichbedeutend mit einer langfristigen Kapitalanlage. Will man ein neues Tagesgeldkonto in Anspruch nehmen bzw. das bisherige Konto auflösen, kann man den bestehenden Vertrag ganz einfach kündigen. Jedoch muss unbedingt eine schriftliche Kündigung erfolgen. Dafür stellen die meisten Banken Kündigungsformulare bereit, welche man dann einfach ausfüllen muss. Werden keine vorgefertigten Formulare bereitgestellt, kann man jedoch auch selbst einen Dreizeiler verfassen. Es muss lediglich die Anschrift, die persönliche Kundennummer sowie auch die Kündigungsaufforderung schriftlich dargelegt werden. Im Gegensatz zu anderen Finanzprodukten kann die Kündigung zu jedem beliebigen Zeitpunkt erfolgen, täglich kann gekündigt werden. Wichtig ist es, dass man seinen Freistellungsauftrag kündigt. Der Freistellungsauftrag muss auf 0 gesetzt werden, nur dann kann der Freibetrag anderweitig ausgeschöpft werden. Zu beachten ist das bei der Kündigung das Guthaben auf ein Referenzkonto überwiesen wird.
Da die Kündigung kein großer Aufwand ist, kann man sich als Verbraucher an den
Tagesgeldzinsen orientieren. Eine langfristige Bindung an ein beliebiges Institut muss daher nicht unbedingt gegeben sein. Eine Kündigung kann aus zwei unterschiedlichen Gründen sinnvoll sein. Der wohl ausschlaggebende Grund sind für viele Personen die Tagesgeldzinsen. Senkt der eigene Anbieter die Zinsen oder erhöht ein Mitbewerber den Zins, ist ein Wechsel als sinnvoll zu betrachten. Ein Tagesgeldwechsel kann aber nicht nur bei einer Zinsänderung interessant sein. Anbieterwechsel sind auch dann interessant, wenn ein anderer Anbieter mit attraktiven Prämien lockt. Nicht selten werden heute Prämien in Form von Geldprämien bereitgestellt. Geldprämien machen einen Wechsel vor allem für Anleger interessant, die nur geringe Anlagesummen platzieren möchten. Hier ist jedoch auf die Bedingungen zu achten, welche an die Prämien geknüpft sind. Nicht selten müssen bestimmte Anlagesummen eingezahlt werden.