Festgeld ist ein Produkt mit fester Laufzeit. Der Anleger gibt der Bank Geld, das mit einem festen Zinssatz versehen wird. In den Verträgen sind die Laufzeiten klar geregelt. Vor Ablauf dieser Frist kann über das Geld nicht mehr verfügt werden. Sobald das Geld zur Auszahlung fällig wird, erfolgt dann die Gutschrift auf dem Konto des Anlegers. Die Gutschrift erfolgt zuzüglich der
Festgeldzinsen, die vertraglich vereinbart wurden. Bezüglich der Zinszahlungen sind dabei verschiedene Modelle vorhanden. Sie können entweder jährlich, monatlich oder einmalig ausgezahlt werden. Zudem verfügen viele Festgelder über einen
gestaffelten Zins. Mit steigender Anlagedauer steigt daher auch der Zins. Die gewährten Zinsen beginnen meistens unter einem Prozent und können sich dann bis zu fünf Prozent und mehr steigern. Der durchschnittliche Zins ist allerdings immer niedriger, als der Höchstzins am Laufzeitende.
Innerhalb der Verträge gibt es die Möglichkeit, dass die Gelder nicht ausbezahlt werden. Vielmehr können sie dann in Sichtguthaben umgewandelt werden. Sie stehen dann zur freien Verfügung, werden allerdings noch immer verzinst.
Die Festgelder dienen der Kapitalbeschaffung. Die ausgebenden Unternehmen oder Staaten investieren diese Gelder. Dabei fallen Gewinne an, die höher liegen als die Verzinsung der Festgelder. Daher handelt es sich um eine Gewinnbeteiligung.
Die Anlageform hat den Vorteil, dass bei Verlusten die
Festgeldzinsen dennoch ausgezahlt werden müssen. Daher ergibt sich für das ausgebende Institut der Nachteil, dass die Gefahren nicht auf die Anleger abgegeben werden können, wie dies bei zahlreichen anderen Produkten möglich ist. Allerdings sind die Zinszahlungen an den Kunden relativ gering, so dass die Chancen sehr hoch sind. Zugleich muss sich die ausgebende Stelle kein Kapital am Kapitalmarkt beschaffen, so dass diese Variante eine sichere und bequeme Alternative ist.
Beim
Festgeldvergleich ist zu beachten, dass für den Abschluss Gebühren anfallen können. Diese schmälern die Renditen der Anlagen. Zugleich sind beim Festgeldvergleich die realen Zinsen zu vergleichen. Der nominale Zins kann weit höher sein als der effektive Zins. Daher muss der effektive Zins bekannt sein, so dass der effektive Gewinn bekannt ist