Bei der
Anleihe handelt es sich um sogenannte festverzinsliche Wertpapiere, wobei dieser Begriff an sich ein Oberbegriff ist, der vielfältige Geldanlagen bezeichnen kann. Deshalb ist in der Regel nie konkret von einer Anleihe die Rede, wenn beispielsweise in einem Beratungsgespräch verschiedene Finanzprodukte vorgestellt werden. Hier liegt aber auch die Schwierigkeit für einen Vergleich zwischen einem Tagesgeld und einer Anleihe begründet, denn um wirklich die beiden Finanzprodukte gegenüberstellen zu können, müsste man sich erst einmal für eine Anleihe entscheiden, die dann in die sogenannte engere Wahl kommen sollte. Anders ist ein Vergleich sowie ein Pro und Contra für oder gegen eine Anleihe oder eben ein Tagesgeld nicht möglich. Auch sollte weiterhin immer die Laufzeit beachtet werden, denn schon auf dieser Basis kann ein Vergleich beim Tagesgeld eigentlich nicht zufriedenstellend funktionieren.
Dies liegt daran, dass die Geldanlageform des Tagesgeldkontos in der Regel zu den kurzfristigen Geldanlagen gezählt wird. Dagegen gehören die verschiedenen Anlageformen der Anleihen zu den mittelfristigen bis langfristigen Geldanlagen. Eine Gemeinsamkeit gibt es dahingehend, dass sich beide Kategorien an risikoscheue Anleger richten. Entsprechend gering ist in beiden Fällen leider auch die Verzinsung eines angesparten Guthabens. Eine interessante Möglichkeit für eben jene risikoscheuen Anleger, die Verluste um jeden Preis vermeiden wollen oder müssen, ist die Variante, dass zuerst ein gewisses Guthaben auf einem Tagesgeldkonto angespart wird. Muss dieses nicht für dringende Anschaffungen oder ähnliche Ausgaben verwendet werden, so kann es einer mittelfristigen Geldanlage in Form einer Anleihe zugeführt werden. In diesem Fall bietet sich also eine Kopplung beider Sparformen mit stetig ansteigendem Guthaben an.