Das Tagesgeld ist eine ganz besondere Art von verzinstem Konto, auf welches täglich zugegriffen werden kann, das heißt also die
Finanzen sind nicht fest angelegt, bringen aber dennoch deutlich mehr Zinsen als ein Girokonto. Beim Tagegeld gibt es auch keine langen Kündigungsfristen wie bei dem altbewährten Sparbuch. Das Tagesgelt ist sehr beliebt, da man mit diesem Konto sehr flexibel und ungebunden ist. Das überzeugt vor allen Dingen junge Anleger, die die Möglichkeit schätzen, für spontane Aktionen jederzeit an die angelegten Finanzen heran zu können, um vielleicht spontan in den Urlaub reisen zu können.
Ein weiterer Vorteil des Tagesgeldes ist, dass diese Konten der Einlagensicherung unterliegen, das heißt also, das sie mündelsicher sind gemäß des Paragraphen 1807 des BGB. Die gesetzlich vorgeschriebene Einlagensicherung beträgt in der EU 90% der angelegten Finanzen, es wird jedoch in Deutschland maximal 20.000 Euro zurückerstattet, die Mindestvorgabe.
Dennoch sollte beachtet werden, dass man über die Finanzen des Tagesgeldkontos erst so richtig verfügen kann, wenn man es auf ein vorher festgelegtes Referenzkonto überweist, welches in der Regel das eigene Girokonto ist. Da man vom Tagesgeldkonto heraus keine Überweisungen oder ähnliches tätigen kann. So entstehen unweigerlich wenige Tage Wartezeit, die den Banklaufzeiten geschuldet sind.
Das Tagesgeld verbreite sich zunehmend seit den 1990ern immer weiter unter den deutschen Geldanlegern. Aber erst seit dem Börsencrash im Jahr 2000 gelang der Durchbruch des Tagesgeldes: Die Kombination von einer sicheren Finanzanlage und einer hohen Rendite überzeugten immer mehr Geldfanleger vom Konzept des Tagesgeldes. Heute bietet mittlerweile fast jede Bank ein Tagesgeldkonto an, um damit die Finanzen aufzubessern.