Bei der Eröffnung eines Girokonto muss in den meisten Fällen die Schufa-Klausel unterschrieben werden. Danach ist die Bank berechtigt Daten über den Kunden bei der Schufa (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) abzufragen. Die Schufa sammelt kreditrelevante Daten und gibt Banken Auskunft über die Bonität des Kunden.
Hat ein Kunde negative Schufaeinträge, so wird eine Kontoeröffnung in den meisten Fällen jedoch abgelehnt. Es dauert lange, bis negative Schufaeinträge wieder gelöscht werden können, daher haben Betroffene große Probleme ein Girokonto zu eröffnen. Um eine soziale Abgrenzung zu verhindern und jeden die Möglichkeit des bargeldlosen Zahlungsverkehrs (Überweisungen usw.) zu ermöglichen wurde gesetzlich festgelegt, dass jede Bank für Betroffene Personen zumindest ein Guthabenkonto anbieten muss.
Leider werden solche Konten dennoch nicht von allen Banken angeboten bzw. sind die Kontoführungskosten unter Umständen sehr hoch, was den Nutzen dieser Konten stark einschränkt. Im Internet werden teilweise Girokonten ohne Schufaanfrage empfohlen, die ca. 10€ im Monat kosten sollen und zahlreiche versteckte Kosten enthalten. Günstige Guthabenkonten sind Mangelware. Mit etwas Glück bietet die örtliche Sparkasse oder Volksbank jedoch ein günstiges Guthabenkonto an.
Eine gute Alternative ist eine
Kreditkarte mit Kontofuktion . Bei der Beantragung einer Kreditkarte wird ein Kreditkartenkonto eröffnet, auf dem die Buchungen der Kreditkarte gesammelt werden. Einige Banken (z.B. die DKB) fingen an die Konten zu öffnen und Zinsen für Guthabenauf dem Kreditkartenkonto anzubieten. Seit einiger Zeit gibt es nun Banken und Kreditkartenanbieter die die Funktionen der Karten weiter erhöht haben. Inzwischen werden einige Kreditkarten mit Kontofunktion angeboten. Man kann nun auch von den Kreditkartenkonten Überweisungen tätigen und die Konten zum Onlinebanking nutzen.
Auch in diesem Bereich tummeln sich inzwischen viele Schwarze Schafe, die für die Kontofunktion sehr hohe Gebühren verlangen. Es gibt jedoch auch einige Ausnahmen, wie z.B. die Fidor Bank AG. Bei diesem Anbieter fallen für die Karte Kosten in Höhe von 49,95€ an (für 3 Jahre). Überweisungen sind kostenlos.
Für Personen mit negativer Schufa werden Prepaid-Kreditkarten angeboten. Diese Karten müssen über eine normale Überweisung auf das Kartenkonto aufgeladen werden. Mit den Kartenguthaben kann dann eingekauft werden, bzw. das Guthaben kann fürs Onlinebanking genutzt werden.
Eine Kreditkarte ohne Kosten existiert nur für Personen ohne negative Schufa-Einträge. Die Prepaid- Kreditkarten sind jedoch als bessere Alternative zu den oft sehr teuren Guthabenkonten anzusehen.