In der Betriebswirtschaft kann der Kapitalbegriff in eine klassische und eine engere modernere Begriffsdefinition unterschieden werden. Nach klassischer Anschauung stellt das
Kapital eine abstrakte Wertsumme der Bilanz dar. Die moderne Begriffsdefinition von Kapital verbindet das Kapital mit Geldmitteln die in ein Unternehmen eingebracht werden.
Diese monetäre Definition von Kapital ist enger gefasst als die klassische Definition, da Geldmittel nicht die Gesamtheit des Vermögens ausmachen. Die monetäre Definition von Kapital wird der Erörterung von Liquiditätsfragen am ehesten gerecht. Im Zuge der Existenzgründung haben Gründer bei der Erstellung von dem Businessplan Venture Capital zu entscheiden in welchem Verhältnis die Finanzierung des Unternehmens über Eigenkapital, Fremdkapital und Beteiligungskapital erfolgen soll.
Legt man die Marxsche Kapitaldefinition zugrunde, stellt das Kapital eine in Geldform erbrachte Wertsumme dar, die mit dem Ziel der Wertsteigerung investiert wird. Demzufolge hat das Kapital die Aufgabe über die Zuführung in den Produktionsprozess eine Vermehrung der Geldmittel zu erzielen. Kapital kann in Form von Finanzkapital zur Finanzierung von Rohstoffen, Maschinen, Arbeit oder im Finanzsektor eingesetzt werden.
Nach Marx lässt sich das Kapital in verschiedene Arten unterteilen. Unterschieden werden kann das variable und das konstante Kapital sowie das fixe und zirkulierende Kapital. Nach der Struktur des Kapitals kann die technische Zusammensetzung und die Wertzusammensetzung unterschieden werden. Ferner kann das Industrie-, Handels- und Finanzkapital unterschieden werden.