Der
Gleichgewichtspreis ist der Preis, der sich im Schnittpunkt der Angebotsmenge und dem Nachfragepreis ergibt. Unterstellt wird dabei, dass die Anbieter die Gewinnmaximierung verfolgen, also ihre Waren und Dienstleistungen zu einem möglichst hohen Preis verkaufen wollen und mit steigendem Preisniveau mehr Güter bereit sind anzubieten. Dieser Zusammenhang wird über die Angebotsfunktion wiedergespiegelt. Die Nachfrager versuchen hingegen Waren und Dienstleistungen zu einem möglichst niedrigen Preis zu kaufen und dementsprechend gestaltet sich auch deren Nachfrage nach Gütern. Dieser Aspekt wird wiederrum von der Nachfragefunktion repräsentiert.
Die Theorie der Gleichgewichtspreisbildung geht auf David Ricardo zurück und stellt ein ökonomisches Modell der Gleichgewichtsbildung auf dem Markt dar. Stellt man das Marktmodell graphisch dar, wird die Angebotsfunktion als steigende und die Nachfragefunktion als fallende Kurve dargestellt. Im Schnittpunkt der beiden Funktionen ergibt sich der Gleichgewichtspreis bei dem die Angebotsmenge genau der Nachfragemenge entspricht. Werden Güter zum Gleichgewichtspreis gehandelt, wird der maximal mögliche Umsatz am Markt beispielsweise von der Unternehmergesellschaft realisiert. Der Gleichgewichtspreis führt zu einer Räumung des Marktes auf dem kein Angebots- bzw. Nachfrageüberschuss mehr besteht.
Rechnerisch lässt sich der Gleichgewichtspreis durch die Gleichsetzung der Angebots- und Nachfragefunktion bestimmen. Wie sich der Gleichgewichtspreis ergibt ist zudem abhängig von der jeweiligen Preiselastizität. Diese bestimmt wie sehr sich die Nachfragemenge auf Preisänderungen bzw. die Nachfrageänderung die Preisbildung beeinflusst.